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Buenos Aires

Dem Besucher der argentinischen Metropole bleibt gar nichts anderes übrig, als sich in diese Stadt und ihre Bewohner zu verlieben und ernsthafte Auswanderungs-Gedanken zu hegen. In Buenos Aires gibt es nichts, was es nicht bei uns auch gibt. Aber vieles, das wir vermissen: Die Präsenz der Natur in den Städten, eine unterbewertete Kunst-Szene, sternewürdige und preisgünstige Restaurants und Leute, die einfach großartig sind.
Buenos Aires Video Quelle: Ministerio de Turismo de la Nación / Tourismusministerium der Republik Argentinien

Kultur in Buenos Aires

El Caminito

El Caminito

Was die kulturelle Infrastruktur angeht, braucht sich Buenos Aires vor den europäischen Metropolen nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil! Die Kunst ist fast überall präsent und oft dort, wo man sie gar nicht erwartet.

Das Stadtbild wird geprägt von fantasievollen Graffitis, die in ihrer künstlerischen Perfektion ihresgleichen suchen. Die von vielen Postkarten her bekannte, legendäre Straße "El Caminito" wurde sogar zur Museums-Straße erklärt.

Cementerio de la Recoleta

Cementerio de la Recoleta

Das Pendant zum weltberühmten Père Lachaise in Paris ist auf der anderen Seite des Atlantiks der Friedhof La Recoleta (Cementerio de la Recoleta). Hier haben bekannte, berüchtigte und vor allem wohlhabende Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe gefunden.

Neben zahlreichen Künstlern, Sportlern, Wissenschaftlern und argentinischen Präsidenten wie Raúl Alfonsin und Miguel Juárez Celman kann man das Grabmahl von Evita Perón und das von Isabel Walewski Colonna, der Enkelin von Napoleón Bonaparte besuchen.

La Bonbonera

La Bonbonera

Eine heilige Stätte der anderen Art ist die Bonbonera, genauer Estádio Alberto Jacinto Armando im Stadtteil La Boca und Heimatstadion der Boca Juniors. Neben dem Maracan? in Rio gilt die Arena als das bedeutendste Station in Südamerika. Der Name "La Bonbonera" (die Pralinenschachtel) verweist auf die rechteckige Form des Stadions. Steil ansteigende Tribünen und ein Abstand von weniger als zwei Metern zwischen der ersten Sitzreihe und dem Spielfeld sorgen für eine Atmosphäre, die selbst den stärksten Gegner einzuschüchtern vermag.

Tipp: Lassen Sie sich keine Eintrittskarten für Fußballspiele auf der Straße andrehen. Die sind entweder gefälscht oder völlig überteuert. Der Mann an der Hotelrezeption hat da sicher eine seriösere Quelle.

Museo Nacional de Bellas Artes

Museo Nacional de Bellas Artes

Bei dem Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA) handelt es sich um das bedeutendste Kunstmusem der Stadt. Es verfügt über eine der wichtigsten Sammlungen Lateinamerikas und beherbergt unter anderem Schätze von Lucas Cranach, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Van Gogh. Im Erdgeschoss mit seinen 24 Ausstellungsräumen finden sich internationale Werke vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert sowie eine riesige Bibliothek. Der erste Stock gehört den wichtigsten argentinischen Malern des letzten Jahrhunderts wie etwa Antonio Berni, Alfrede Guttero und Lino Enea Spilimbergo.

San Telmo

San Telmo

Der südöstliche Stadtteil San Telmo ist sozusagen das Soho von Buenos Aires und ein absolutes Muss für jeden kulturinteressierten Touristen.

Hier findet sich alles, was das Herz begehrt: Restaurants mit täglichen Tangoshows, exquisite Bars, renommierte Museen wie das Museo de Arte Moderno und vor allem viele Galerien mit zeitgenössischer Kunst für jeden Geschmack.

Tango argentino
© Franco Cappellri / NIKON 2010

Tango argentino

Buenos Aires und der Tango sind bekanntlich untrennbar miteinander verbunden und nicht ohne Grund gilt die Metropole am Rio de la Plata als die Geburtsstätte und Welthauptstadt des Tango.Entwickelt hat sich dieser wohl sinnlichste aller Paartänze vor über 100 Jahren in den Bordellen und ärmeren Vororten der Stadt. Jedes Jahr finden in Buenos Aires ein Tangofestival sowie die Tango-Weltmeisterschaft statt. Wer selbst das Tanzbein schwingen möchte, begibt sich in die zahlreichen Milongas, die täglich an über 15 verschiedenen Veranstaltungsorten stattfinden.

Teatró Colón

Teatró Colón

Das gigantische Teatró Colón mit seinen 2500 Sitz- und 1000 Stehplätzen zählt zu den berühmtesten und zweifellos schönsten Opernhäusern der Welt. Erbaut wurde es zwischen 1889 und 1908 von einigen der renommiertesten Architekten ihrer Zeit (Francesco Tamburini, Angelo Ferrari, Victor Meano, Julio Dormal). Hier gibt sich seit seiner Eröffnung das Who is Who der Klassikszene die Klinke in die Hand. So entfachten unter anderem Maria Callas, Montserrat Caballé, Enrico Caruso, Luciano Pavarotti, Plácido Domingo, Daniel Barenboim, Richard Strauss und Sir Simon Rattle wahre Begeisterungsstürme.

Teatró Ópera

Teatró Ópera

Für die Freunde der leichteren Muse bietet sich das Teatró Ópera mit seiner schlichten, aber durchaus originellen Fassade an. Stars wie Ava Garner, Edith Piaf und Ella Fitzgerald ließen sich in diesem Räumen bejubeln und fast jeden Abend finden hier hochkarätige Chanson-Abende, Musicals, Jazz und Rockkonzerte statt.

Das Ópera bietet 2500 Besuchern Platz und besitzt eine vielfältig einsetzbare Bühne und an der Decke funkelt ein simulierter Sternenhimmel.

Reiseziele des Monats

Entdecken Sie mit uns die Welt. Jeden Monat stellen wir Ihnen ein beliebtes Reiseziel vor und zeigen Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps. Hier finden Sie eine Übersicht der bisher erschienenen Reiseziele.

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