Wegen des Erdbebens und der Schäden an japanischen Atomkraftwerken haben Veranstalter ihre Reisen nach Japan abgesagt. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen im Norden Japans und rät auch von nicht erforderlichen Reisen im Rest des Landes ab.
Die Veranstalter Studiosus und Ikarus sagen deshalb ihre Reisen mit Abreise bis einschließlich 31. März ab. Die Reiserouten liegen zwar nicht in dem betroffenen Gebiet im Norden Japans, die Lage im Land sei aber insgesamt unübersichtlich. Mehrere Individualreisende waren mit dem Veranstalter Marco Polo in Japan. Sie sind gestern nach Hause geflogen.
Der Veranstalter Gebeco hat ebenfalls reagiert und lässt seine Kunden bis einschließlich 31. März kostenlos umbuchen und stornieren. Japan spielt insgesamt bei Veranstalter-Reisen keine große Rolle. Von den 125.000 Japan-Reisenden sind laut Focus etwa die Hälfte Geschäftsreisende.
Air France bietet one-way Flüge von Tokio nach Paris für 560 Euro für diejenigen an, die Japan verlassen wollen. Außerdem bieten Air France und Austrian Airlines kostenlose Umbuchungen bis 20. März. Kunden von Swiss können bis 31. März umbuchen. Lufthansa überprüft nach Medienberichten die Flugzeuge aus Japan auf Radioaktivität, hat bisher aber noch keine Radioaktivität gefunden. Seit heute Morgen fliegt Lufthansa nicht mehr nach Tokio, sondern hat die Maschinen nach Osaka und Nagoya umgeleitet.
Am 11. März hat ein Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala den Nordosten Japans erschüttert. Das Epizentrum lag etwa 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio. Das Beben löste einen Tsunami aus, der zahlreiche Opfer forderte und Küstenstädte und Infrastruktur beschädigte. Dabei wurden Atomkraftwerke in Fukushima beschädigt. Radioaktive Substanzen sind ausgetreten und haben inzwischen Tokio erreicht.
Gloobi, Foto Stockxchng/Ishnaf