Die Unruhen in Thailand haben die Stadtgrenzen von Bangkok längst überschritten. Thailändische Politiker fürchten nun, dass die Proteste auf das ganze Land übergreifen könnten. Die Regierung hat nach Bangkok und die umliegenden Provinzen nun auch über Teile des Nordens den Ausnahmenzustand verhängt.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind davon auch die bei Touristen beliebten Orte Chiang Mai, Chiang Rai und Ayutthaya betroffen. Die Berliner Behörde rät von nicht notwendigen Reisen in den Norden „dringend ab“. Die meisten Reiseveranstalter haben ihre Rundreisen durch Nordthailand abgesagt.
Die Anbieter betonen unisono, dass die Strandparadiese und Inseln im Süden Thailands nicht betroffen sind. Dies bestätigt auch das Auswärtige Amt.
Dennoch meiden viele Touristen mittlerweile Thailand insgesamt. 47 Länder haben Reisewarnungen oder Sicherheitsbedenken ausgesprochen. Das bleibt nicht ohne Wirkung. Am Flughafen Bangkok, eine Drehscheibe für Reisen in alle Regionen Thailands, fertigt derzeit nur noch ein Drittel der sonst üblichen Passagiere ab, berichten lokale Medien.
Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Ein Machtwort des von allen Thailändern respektierten schwerkranken Königs ist nicht zu erwarten. Gestern haben die protestierenden Rothemden der Regierung wieder Verhandlungen angeboten. Soweit waren die Kontrahenten aber schon mehrfach.
Gloobi, Foto FVA Thailand
Ob für sich selbst oder als originelles Geschenk mit persönlicher Widmung, Sie erhalten Ihren Reiseführer in den nächsten Tagen zugestellt.