as Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) stellt den Reiseveranstalter Öger Tours an den Pranger, weil der größte Türkei-Anbieter wieder Ausflüge zu den umstrittenen Delfinarien organisiert. Nachdem vier tote Delfine die Öffentlichkeit aufgeschreckt hatten, war Öger Tours einer der ersten Veranstalter, der die Touren aus dem Programm nahm.
Der WDSF hatte Anfang des Jahres nicht nur die mangelhaften hygienischen Zustände in den türkischen Delfinarien aufgedeckt. Die Initiative wies auch den Import von zehn Delfinen aus der grausamen japanischen Treibjagd nach. Daraufhin haben TUI, die Rewe-Touristik für Jahn und ITS, Alltours, Thomas Cook mit Neckermann, Schauinsland, FTI-Touristik sowie Öger Tours ihre Delfin-Ausflüge gestrichen. Nur GTI habe nicht reagiert.
Bei einer Überprüfung in der Türkei habe man nun festgestellt, dass Öger Tours seine Delfinarien-Angebote in Alanya und Belek wieder aktiviert hat. Öger Tours sieht keinen Grund mehr, einige Anlagen zu boykottieren. "Für die Aufnahme der Delfinarien-Kooperation haben wir uns entschlossen, da die Anlagen einwandfrei betreut und bewirtschaftet werden." Es gebe keine Beanstandungen von offizieller Seite, argumentiert der Veranstalter.
WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller sieht das anders: "Ein Skandal! Die Zustände der Delfinarien haben sich nicht geändert. Ganz offensichtlich hat Öger Tours uns belogen. Nachdem viele Medien den Stopp positiv aufgenommen hätten, wolle Öger hinter dem Rücken der Öffentlichkeit wieder Geld mit der Tierquälerei der Delfine zu verdienen.
Gloobi, Foto WDSF
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