Teneriffa ist mit rund 2.050 km² die größte Insel der Kanaren. Die Kanaren befinden sich vor der Küste Marokkos und sind eine autonome Region Spaniens. Neben Teneriffa gehören auch Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzerote, La Palma, La Gomera und El Hierro zu den Kanarischen Inseln. Die Hauptstadt Teneriffas ist Santa Cruz de Tenerife. Die Insel ist wie alle Inseln der Kanaren vulkanischen Ursprungs und ist dadurch sehr bergig und deshalb ein beliebtes Reiseziel bei Wanderer und Naturliebhaber.
La Laguna
Westlich von Santa Cruz de Tenerife befindet sich die Stadt La Laguna. Das berühmte Theater dieser Stadt liegt in der Calle Carrera und wurde 1915 gebaut. Das zweistöckige Gebäude wird von einigen Türmen flankiert, wodurch dem Komplex ein verspieltes Aussehen verliehen wird. Nach langen Renovierungsarbeiten wurde das Theater wiedereröffnet und ist das berühmteste Theater der Kanaren.
Eine weitere Sehenswürdigkeit von La Laguna ist das Kloster San Juan Bautista. Es ist das älteste Nonnenkloster der Kanaren. Im Inneren des Klosterkomplexes gibt es zahlreiche offene Plätze, die für Licht und Belüftung in den Wohnräumen sorgen, sodass die Außenmauern keine Öffnungen besitzen.
Masca
Im Nordwesten Teneriffas befindet sich das Bergdorf Masca. Das kanarische Dorf befindet sich im Teno-Gebirge auf 650–800 Meter Höhe. Das Zentrum des Ortes bildet eine kleine Plaza, auf der sich eine Kirche befindet. Masca liegt in einem der vielen Vulkankrater der Kanaren und besteht aus mehreren Ortsteilen, die über die Berghänge verstreut sind.
Dort, wo es möglich war, wurden Terrassen errichtet, auf denen Felder angelegt wurden. Bis Ende des 20. Jahrhunderts kamen einige, der besten agrarischen Produkte Teneriffas und der Kanaren aus Masca. Auch eine der beliebtesten und bekanntesten Wanderungen Teneriffas beginnt in dem Zentrum des Ortes und führt durch den Barranco bis zum Meer. Die Wanderung dauert hin und zurück ca. 6 Stunden.
Jardín de aclimatación de La Orotava
Der Jardín de aclimatación de La Orotava auf Teneriffa, auch „Botánico“ genannt, ist eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Teneriffas und der Kanaren und ist einer der schönsten Botanischen Gärten. Dank der besonderen klimatischen Verhältnisse der Kanaren können im „Botánico“ unterschiedlichste Pflanzen aus Europa, Afrika und Amerika wachsen. Im diesem Garten kann man über 5.000 Pflanzenarten, 120 Baumarten und eine Sammlung von über 50.000 Gewächsen bestaunen.
Pico del Teide
Der Pico del Teide auf Teneriffa ist der höchste Berg der Kanaren und auch ganz Spaniens. Er ist 3.718 Meter hoch. Die Bergregion um den Teide befindet sich zum Großteil in einem Nationalpark, der im Jahr 2007 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt wurde. Da der Pico del Teide auf Teneriffa ein Vulkan ist, sind seine Hänge kaum bewachsen. Seine riesige Caldera hat einen Durchmesser von 17 Kilometer und ist eine der größten der Welt. Der Tide ist ein Schichtvulkan, der sich durch die Materialanhäufungen von den Eruptionen bildete. Am 18. November 1909 brach der Teide zum letzten Mal aus.
Los Gigantes
Der bekannte Ortsteil der Gemeinde Santiago del Teide Los Gigantes ist vor allem wegen seiner atemberaubenden Steilküste bekannt, von der aus man einen grandiosen Ausblick auf das Meer hat. Die Küste ist bis zu 450 Meter hoch und fällt senkrecht ins Meer ab. Dieser Steilküste von Teneriffa hat der Ort seinen Namen Los Gigantes zu verdanken, der übersetzt "die Riesen" heißt.
Las Teresitas
Der beliebteste Strand im Norden Teneriffas ist der Las Teresitas. Er befindet sich rund 7 km von der Innenstadt von Santa Cruz entfernt. Las Teresitas ist ein künstlich angelegter Sandstrand mit feinem Sand und einigen Palmen. Da er komplett ungefährlich ist, eigent er sich ideal für Familien mit kleinen Kindern.
Playa Martianez
Der Playa Martianez auf Teneriffa ist ein schwarzer Sandstrand im Osten von Puerto de la Cruz. Hinter dem Strand befinden sich die Meeresschwimmbecken, die von dem Künstler Cesar Manrique kreiert wurden. Durch bewachsene Lavainseln, Pools und Kunstskulpturen wird ein idyllisches Südseegefühl vermittelt.
Playa Bolullo
Der Playa Bolullo ist ebenfalls ein schwarzer Strand, an dessen Rand sich einige Restaurants und Kiosks befinden. In dieser Bucht kommt es häufig zu einem hohen Wellengang, wodurch überwiegend die Wassersportler von Teneriffa und den Kanaren angelockt werden.
Parque Natural Corona Forestal
Der Parque Natural Corona Forestal befindet sich im Teidemassiv und ist von einem dichten Kiefernwald bewachsen. In diesem Wald gibt es einige herrliche Wanderwege, die größtenteils relativ einfach zu begehen sind. Am besten startet man diese Wanderung von La Montañeda, La Florida oder El Amparo aus.
Pico del Teide
Der Pico del Teide kann sowohl zu Fuß als auch mit einer Seilbahn erklommen werden. Wer zu auf diesen Berg wandern möchte, braucht zwar keine Erfahrung im Bergsteigen, er sollte jedoch über eine gute Kondition verfügen. Um den Teide auf Teneriffa besteigen zu dürfen, braucht man eine Erlaubnis, die man gratis im Büro der Nationalparkverwaltung bekommt. Bei problematischen Wetterverhältnissen wird der Teide gesperrt und es wird keine Erlaubnis mehr erteilt.
Mascaschlucht
Der Abstieg der Mascaschlucht gilt als eine der beliebtesten Wanderungen Teneriffas und der Kanaren. Diese Strecke führt hinab bis zum Meer und ist landschaftlich sehr reizvoll. Die Wanderung ist nicht sehr anspruchsvoll und müsste von jeder einigermaßen fitten Person bewältigt werden können. Man ist auf dieser Strecke rund 6 Stunden unterwegs und überwindet einen Höhenunterschied von 650 Meter. Man wird dabei vorbeigeführt an Bächen, Felsen und Canyons. Manche Wege sind recht steil und schmal, sodass eine gewisse Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorhanden sein sollte.
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