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Sylt - Urlaubsparadies an der Nordsee

Gesundes Seeklima auf Sylt
Die Insel Sylt erkunden
Großsteingrab Denghoog - wichtigste Kulturstätte auf Sylt
Ein Wanderparadies auf Sylt: die Braderuper Heide
Inselhauptstadt Westerland
Das Rote Kliff
Heimatmuseum Sylt


Sonnenuntergang40 km feiner Sandstrand, unberührte Natur, blühende Heide, raue Brandung und stilles Wattenmeer - als größte der Nordfriesischen Inseln zieht Sylt Reisende immer wieder aufs Neue in ihren Bann. In den Sommermonaten sind es insbesondere Bade- und Kururlauber, welche die Strände rund um Westerland, Wenningstedt und Kampen bevölkern und das gesunde Klima auf Sylt genießen. Die „Inselhauptstadt“ Westerland ist die touristische Hochburg des Nordens.
Wer Land und Leute wirklich kennen lernen möchte, reist im Frühling oder im Herbst nach Sylt. Eine Wanderung durch die Braderuper Heide belebt Körper und Seele, der oft recht raue Wind bläst einem frech ins Gesicht.

 

 

Die Insel mit ihren Dünen und Deichen, majestätischen Kliffs und beschaulichen Dörfern, deren Landmasse kontinuierlich schwindet und durch Gegenmaßnahmen erhalten werden soll, ist zudem ein Paradies für Feinschmecker: sie verfügt über die höchste Dichte an preisgekrönten Restaurants in ganz Deutschland. Und nicht zuletzt trägt die friesische Gastfreundschaft dazu bei, dass ein Aufenthalt auf Sylt garantiert zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Gesundes Seeklima auf Sylt

Nicht nur Kururlauber schätzen die gesunde und milde Seeluft auf Sylt, die mineralstoffreich und pollenarm ist. Durch den Einfluss des Golfstroms ist es hier im Winter etwas milder als auf dem Festland, im Sommer allerdings mit einer Durchschnittstemperatur von 17 °C auch etwas kühler; dafür scheint die Sonne auf Sylt häufiger als auf dem Festland.
Badeurlauber zieht es vor allem im Juli und August nach Sylt, wer es etwas ruhiger mag, kommt im September, denn auch dann sind die Wassertemperaturen noch relativ angenehm. In den Herbstmonaten sollte man sich jedoch auf z.T. kräftige Stürme einstellen. Mit rauen Winden ist das ganze Jahr über zu rechnen.

Die Insel Sylt erkunden

MeerDie Anreise nach Sylt erfolgt mit dem Zug über den 11 km langen Hindenburgdamm, der die Insel mit dem Festland verbindet. Viele Urlauber bringen ihr Auto mit, was allerdings mancherorts zu langen Verkehrsstaus und Parkplatzknappheit führt. Man sollte beachten, dass in der Innenstadt von Westerland von April bis Oktober ein Nachtfahrverbot gilt. Es gibt mehrere Autovermietungsstellen, auch einige Tankstellen auf Sylt bieten Leihautos an.
Vom Busbahnhof in Westerland fahren Busse zwischen 9 und 20 Uhr im 20-Minuten-Takt nach Rantum und Hörnum, Wenningstedt, Kampen und List sowie nach Tinnum, Keitum, Archsum und Morsum.
Eine der schönsten Arten der Fortbewegung auf Sylt ist das Radfahren. Die Insel verfügt über ein Radwegenetz von insgesamt rund 280 km, die gesamte Insel lässt sich von Nord nach Süd auf der Inselbahnstraße mit dem Fahrrad erkunden.

Sehenswürdigkeiten

Großsteingrab Denghoog - wichtigste Kulturstätte auf Sylt

Aus der jüngeren Steinzeit stammt dieses begehbare Ganggrab in der Nähe von Wenningstedt, welches vor mehr als 5000 Jahren als Sippen- oder Familiengrab unter einem großen 3,20 m hohen Erdhügel angelegt wurde. Es handelt sich dabei um die am besten erhaltene Megalithanlage Schleswig-Holsteins und die älteste Kulturstätte auf Sylt. Das mächtige Grab besteht aus zwölf großen Trägersteinen, die drei Deckensteine halten. Ursprünglich gelangte man durch einen 6 m langen gepflasterten Gang in das Innere, heute erfolgt der Einstieg über eine Leiter von oben. Die eigentliche Grabkammer ist ca. 5 m lang und 3 m breit. Entdeckt wurde die Megalithanlage im Jahr 1868; die Originalfunde - Werkzeuge, ein Rinderzahn und Überreste eines menschlichen Körpers - sind heute im Schloss Gottorf in Schleswig zu besichtigen. Seit 1928 ist das Grab öffentlich zugänglich.

Ein Wanderparadies auf Sylt: die Braderuper Heide

DueneIm Sommer gleicht die Braderuper Heide zwischen den Orten Kampen und Braderup einem Meer aus rosa-violetten Blüten. Rund 140 ha Land nimmt diese herrliche Naturlandschaft ein, die Lebensraum vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist und die erst durch das Zutun des Menschen überhaupt entstanden ist: Durch die Abholzung von Wäldern auf Sylt kam es zu Erosionen und einer zunehmenden Nährstoffverarmung des Bodens, was zur Entstehung dieser Geestheide führte. Bis in die Nachkriegszeit war die Heide in gemeinschaftlichem Besitz und wurde z.B. zur Gewinnung von Brennmaterial und als Weideplatz genutzt. Heute durchzieht ein Netz von Wanderwegen die Landschaft, der Blick schweift über scheinbar endlose Felder und über das Meer. Im Naturzentrum Braderuper Heide wartet eine naturkundliche Ausstellung mit Gesteins- und Kräutergarten auf Besucher.

Inselhauptstadt Westerland

Nicht nur ihre zentrale Lage macht die größte Stadt der Insel zu einem beliebten Ausgangspunkt für Sylt-Urlauber. Hier schlägt in jeder Hinsicht das Herz der Insel; mit einem mehrere Kilometer langen Sandstrand, einer gepflegten Kurpromenade und einer Vielzahl an Unterhaltungs- und Freizeitmöglichkeiten hat die Stadt für jeden etwas zu bieten.
Bereits 1855 wurde Westerland nach dem Vorbild englischer Badeorte zum Seebad ernannt und ist seither der touristische Dreh- und Angelpunkt von Sylt. Kurgäste schätzen den Ort nicht zuletzt wegen seines milden Heilklimas; die Luft ist angereichert mit wertvollen Mineralien aus dem Meer und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.
Das Wahrzeichen von Westerland ist die steinerne Wilhelmine, eine von der Bildhauerin Ursula Hensel-Krüger kreierte Frauenfigur, die den Mittelpunkt des Brunnens in der Innenstadt bildet.

Das Rote Kliff

SonnenuntergangEin Wahrzeichen der Insel Sylt ist die bis zu mehr als 50 m hohe Steilküste zwischen Wenningstedt und Kampen an der Westküste. Es beginnt in Höhe des Parkplatzes „Risgap“ in Wenningstedt und endet beim Haus „Kliffende“ an der Kampener Heide. Die roten Felsen sind vermutlich vor mehr als 120.000 Jahren in der Saaleeiszeit durch Gletscherablagerungen entstanden. Seine heutige markante Form erhielt das Rote Kliff dadurch, dass der Meeresspiegel anstieg und Landmassen abbrachen; die Rotfärbung lässt sich durch die Oxidation eisenhaltiger Elemente erklären. 
Jahrhundertelang war das Rote Kliff ein eindeutiges Erkennungsmerkmal für Seefahrer, die Sylt ansteuerten. Zwischen Klippen und Meer befindet sich ein feiner Sandstrand, der heute zahlreiche Sylt Urlauber anzieht. Besonders in den Abendstunden, wenn die roten Felsen intensiv leuchten, bietet sich dem Betrachter ein herrliches Naturschauspiel. Sturmfluten und Erosionen stellen große Bedrohungen für das Rote Kliff dar; seit den 1970er Jahren werden daher regelmäßig Sandvorspülungen durchgeführt.

Heimatmuseum Sylt

Wer sich für die Geschichte der Insel Sylt interessiert, kann diese im Heimatmuseum in Keitum bis ins Jahr 1850 zurückverfolgen. Untergebracht in einem 1759 erbauten ehemaligen Kapitänshaus, dokumentiert das 1809 gegründete Museum anhand von Trachten, Schmuck, Werkzeug, Hausrat und Mobiliar das Leben der friesischen Inselbewohner zu vergangenen Zeiten. Die Ausstellung, die auf der Sammlung des Chronisten C.P. Hansen basiert, umfasst außerdem eine vor- und frühgeschichtliche Abteilung, die über den geologischen Aufbau und die Besiedlungsgeschichte von Sylt informiert. Auch die Vergangenheit der Seefahrt wird mit Schiffsmodellen, Fotos und Geräten des Walfangs anschaulich dokumentiert. In den Wechselausstellungen der beiden Galerieräume sind Werke bedeutender einheimischer Künstler zu bewundern. Das markante Eingangstor zum Heimatmuseum bildet der Unterkieferknochen eines Finnwals. Ein lohnenswertes Ziel!

 

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