Egal ob Winterurlaub, Wellnesswochenende oder Last-Minute-Städtetour – die kleine Schweiz mitten im Herzen Europas hat für Touristen so einiges zu bieten. Die größeren Städte wie Zürich. Bern, Genf oder Basel sind in jedem Fall einen Besuch wert und halten auch für einen längeren Aufenthalt ein vielfältiges Angebot an Sehenswürdigkeiten bereit. In Zürich lädt der gleichnamige See im Sommer zum Baden ein, während in Basel das Münster im gotischen Stil Kulturinteressierte begeistert. Verliebte bummeln lieber gemütlich durch die romantischen Altstädte von Luzern oder Ascona. Hier sorgen traditionelle Bauernhäuser mit Blumenschmuck an den Fenstern, historische Baudenkmäler und wunderschöne Museen für ein Gefühl von Idylle und Harmonie.
Ein Paradies ist die Schweiz außerdem für alle Wander- und Wintersportfreunde. Der Schweizer Volkssport schlechthin lockt jährlich tausende Besucher in das kleine Land. Während die Alpen im Sommer also ganz den Wanderern gehören, sausen im Winter die Skifahrer über die mit Pulverschnee bedeckten Pisten.
In der viersprachigen Schweiz ist für jeden Geschmack etwas dabei und Urlauber kommen bei den unterschiedlichen Kulturräumen vom wilden Rheinfall bei Schaffhausen bis zum mediterranen Tessin garantiert auf ihre Kosten.
Und wer Last-Minute noch ein Geschenk für Daheimgebliebene sucht, dem bietet sich eine reiche Auswahl an Käse, Uhren und der berühmten Schweizer Schokolade.
Wer sich entscheidet, in der Schweiz Last-Minute Urlaub zu verbringen, der sollte zumindest wettertechnisch auf alles vorbereitet sein. Die Alpen bescheren den nördlichen Gebieten der Schweiz einen intensiven Winter mit viel Schnee sowie warme Sommermonate. Die Südseite ist von mediterranen Einflüssen geprägt und Touristen können sich auf den heißen Sommer und den milden Winter freuen. Täler wie das Engadin oder das Wallis sind trocken und sonnig, wohingegen die Randzonen mit heftigen Niederschlägen zu rechnen haben. Von super Schneeverhältnissen können Wintersportler zwischen Dezember und April ausgehen und Wanderer reisen am Besten in der Zeit von Juli bis September. Die Schweiz ist also jederzeit einen Besuch wert und auch spontanen Last-Minute-Reisen steht nichts im Wege.
Was den Verkehr angeht, so ist die Schweiz für Touristen bestens gerüstet. Besonders bequem ist eine Fahrt mit der Eisenbahn, aber auch mit dem Postbus oder dem Schiff lässt sich das ganze Land bequem bereisen. Autofahrer müssen in der Schweiz eine Jahresvignette für 40 CHF kaufen, da alle Autobahnen mautpflichtig sind. Auch Last-Minute-Urlauber sich sollten daher vor einem Besuch in der Schweiz noch rechtzeitig eine Vignette besorgen. Wer durch den Großen-St.-Bernhard-Tunnel und den Munt-La-Schera-Tunnel fahren möchte, zahlt eine zusätzliche Gebühr. Viele Passstraßen, die über die Alpen führen, sind im Winter wegen Eisglätte und Lawinengefahr nicht befahrbar. Eine Ausweichroute sollten Urlauber in der Schweiz also in jedem Fall einplanen.
Im gotischen Stil erbaut ist das Münster mit den leuchtend roten Mauern und dem farbenfrohen Dach nicht zu übersehen. Die beiden schmalen Türme des imposanten Sandsteinbaus, dessen älteste Teile im 9.-13. Jh. erbaut wurden, machen das Münster zu einem der wichtigsten Wahrzeichen der Schweiz. Die ehemalige bischöfliche Domkirche wurde im Jahre 1356 nach einem schweren Erdbeben, bei dem das Gewölbe, die Türme und Krypten zerstört wurden, erneuert. Ein spontaner Last-Minute Besuch lohnt sich vor allem wegen der prachtvollen Galluspforte aus dem 12. Jh. Das Gotteshaus beeindruckt durch den 65 m langen und 32,5 m breiten Innenraum. Der erhöhte Chor, die romanischen Säulenkapitelle und die gotische Kanzel ziehen viele Touristen in ihren Bann. Dem Bildersturm des Jahres 1529 fielen der Hochaltar und große Teile der Innenausstattung zum Opfer. Lediglich der in den Gewölben der Sakristei versteckte Kirchenschatz blieb verschont. Einige wenige Stücke kann man heute im Historischen Museum in Basel besichtigen.
Wer in der Schweiz Urlaub macht, der sollte sich unbedingt einen Besuch im Einsteinhaus gönnen. Der junge Albert Einstein lebte von 1903 bis 1905 in Bern und war als Beamter beim Schweizer Patentamt tätig. In seiner Wohnung im zweiten Stock des Hauses an der Kramgasse 49 arbeitete er an seiner ersten Abhandlung zur Speziellen Relativitätstheorie. Als unbeschwert und kreativ beschreibt Einstein seine Zeit in Bern später. Seit 1977 ist die Wohnung von Albert Einstein in Bern öffentlich zugänglich und wurde 2005 anlässlich des Einstein-Jubiläumsjahres renoviert. Auch Last-Minute-Urlauber können heute einen Einblick in das Leben des Wissenschaftlers gewinnen und sollten sich das nicht entgehen lassen. Bilder aus der Zeit in der Schweiz, Kopien von wichtigen Dokumenten und Schriften, wissenschaftliche Geräte und Messinstrumente sowie Ausschnitte aus Fernsehdokumentationen können im Einsteinhaus bestaunt werden. In der dritten Etage finden ständig wechselnde Ausstellungen statt.
Einen atemberaubenden Blick auf Bern bietet der 864 m hohe Gurten. Der Hausberg, der von den Bernern liebevoll „Güsche“ genannt wird, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und begeistert Touristen nicht nur mit dem Juragebirge im Westen oder den Alpen im Süden. Vor allem die Gurtenbahn lockt jährlich viele Besucher an. Seit die Standseilbahn 1899 ihren Betrieb aufnahm, beförderte sie schon 30 Millionen Besucher von Wabern aus hinauf auf den Berg. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde eine neue Bahn mit Panoramawagen präsentiert. Seitdem legt die Gurtenbahn, gespeist mit Solarstrom vom Dach des Stade de Suisse, den Weg zum Gipfel in 4 Minuten zurück. Bei einem der größten Open-Air-Spektakel der Schweiz, dem viertägigen Gurtenfestival, geben sich Musikgrößen die Ehre. Von Joan Baez über die Pet Shop Boys bis zu den Simple Minds waren viele weltbekannte Künstler vertreten. Und auch wer spontan einen Last-Minute-Besuch auf dem Gurten unternimmt, kann bei den vielen Veranstaltungen wie Mountainbikerennen oder Freilichttheater die Panoramasicht auf Bern genießen.
Von ihrer malerischen Seite zeigt sich die Altstadt von Genf den Besuchern mit dem Place du Bourg-de-Four, wo sich ehemals das römische Forum befand. An den Häuserfassaden erinnern alte Wirtshausschilder an vergangene Zeiten und machen den Mittelpunkt der Vielle-Ville zu einem der schönsten Plätze der gesamten Schweiz. Die Nordseite des Place du Bourg-de-Four, des, mittelalterlichen Marktplatzes, ziert die Cathédrale St-Pierre. Die ältesten Teile der Kirche stammen aus dem 12. Jh. und im Innenraum erwartet Besucher der Kirchenstuhl des großen Kirchenreformers Calvin. Die romantischen kleinen Gassen rund um den Platz bieten eine wunderbare Möglichkeit zum Bummeln und Spazierengehen. Hier kann sich die ein oder andere Kostbarkeit in den Antiquitätengeschäften, Kunsthandlungen oder den originellen kleinen Läden verstecken. Wer es gemütlich mag, der gönnt sich einen Besuch in den Cafés und Bars rund um den mit Blumen verzierten Brunnen und beobachtet von den Terrassen aus das Treiben in den Gassen.
Mit einer Fläche von 82 km² ist der Zürichsee einer der größten Seen der Schweiz. Sein Nordostufer wird wegen der guten klimatischen Verhältnisse vor allem für den Weinanbau genutzt. Wegen der hohen Grundstückspreise wird diese Uferseite auch als „Goldküste“ bezeichnet. Im Sommer verspricht der See dank der hervorragenden Wasserqualität ein ungetrübtes Badevergnügen. Auch Segler und Surfer wissen die Vorzüge des Zürichsees zu schätzen und lassen sich einen spontanen Last-Minute-Besuch am Wochenende oft nicht nehmen. Einen reizvollen Anblick beschert der Pfannenstiel. Der Aussichtsberg liegt südöstlich des Sees und bietet eine herrliche Aussicht auf den Zürichsee mit den schneebedeckten Gipfeln der Alpen im Hintergrund.
Die Kunstmeile entlang dem Ostufer vom Bellevueplatz bis zum Zürichhorn ist ein beliebtes Ausflugsziel. Kunstliebhaber können hier moderne Skulpturen etwa von Henry Moore und Jean Tinguely bestaunen.
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