Ungefähr 50 Schiffe steckten gestern, am 04. März, vor der schwedischen Küste im Packeis fest. Unter den Schiffen befand sich auch die Fähre "Amorella" mit 1.000 Passagieren an Bord. Mehre Eisbrecher konnten am frühen Freitagmorgen die Amorella wieder befreien. Sie bahnten eine Fahrrinne, durch diese die Fähre dem Eis entkommen konnte. Daraufhin setzte die Fähre ihre Fahrt nach Stockholm fort.
Die Amorella kollidierte wegen des immer massiver werdenden Eises mit einem Frachter, das durch das Eis gegen die Fähre gedrückt wurde. Dadurch ist aber kein nennenswerter Schaden entstanden.
Um die Personen im Notfall bergen zu können, waren Hubschrauber und Luftkissenfahrzeuge des Militärs bereitgestellt worden.
Neben der Amorella steckten auch noch weitere Schiffe im Eis fest. Etwa 50 Schiffe wurden durch das Eis an ihrer Weiterfahrt gehindert. Darunter drei weiter Fähren mit Passagieren an Bord.
Unglückliche Umstände führten zu diesem Debakel, das im Normalfall hätte schnell behoben werden können. Da aber an diesem Tag extrem viele Eisbrecher benötigt wurden, um den Schiffen zur Hilfe zu kommen und der Wind in Richtung Land wehte und Eis gegen die Küste drückte, wurden die Rettungseinsätze stark behindert. Das schwedische Schifffahrtsamtt kritisierte die Kapitäne, da sie nicht auf die Warnungen der schwedischen Behörden hörten.
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