Wie eine Märchenwelt aus 1001 Nacht präsentiert sich das nordafrikanische Land. Nach Marokko reisen sollte daher jeder, der sich von seinem einzigartigen orientalischen Flair verzaubern lassen möchte. Das lebendige Treiben auf den farbenprächtigen Basaren, die mit den verschiedensten Waren locken, gibt einen kleinen Einblick in die exotische Welt des islamisch geprägten Landes. Landschaftlich bietet Marokko eine unglaubliche Bandbreite, die von den Badestränden rund um Agadir, über die Dünenfelder am Rande der Sahara bis hin zum imposanten Atlasgebirge reicht. Die Städte der altehrwürdigen Könige liegen am Fuß dieser Berge. Meknés, Fes oder Marrakesch sind ein Paradies für Kulturbegeisterte und locken mit einem erlesenen Angebot bedeutender Kunstschätze und herrlichen Moscheen.
Traditionelles Handwerk und landestypische Gewohnheiten erlebt man bei einem Besuch der Märkte, den sogenannten Souks. Souvenirsammler können hier das ein oder andere besondere Erinnerungsstück ergattern.
Auch die Bewohner Marokkos zeugen von der Vielfältigkeit des afrikanischen Landes. Berber, Europäer und Araber sorgen für einen regen Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen und tragen so zum unverwechselbaren Charme Marokkos bei. Das kontrastreiche Land schafft es immer wieder, seine Besucher in den Bann zu ziehen und ist in jedem Fall eine Reise wert!
Wer nach Marokko reisen möchte, der muss sich auf eine bunte Mischung klimatischer Verhältnisse einstellen. An einem einzigen Tag kann man sowohl sommerlichen Sonnenschein, als auch frostige Schneestürme erleben. Oukaimeden in den Gebirgen des Hohen Atlas ist ein perfekter Ort für Wintersportfans. Ein Paradies für Badeurlauber sind die Strände im Südwesten des Landes. Marokko gilt im Allgemeinen als sehr konservatives Land und ist stark von der islamischen Tradition geprägt. Deshalb sollte man selbst im Sommer und auch an den Stränden auf kurze, ärmellose oder figurbetonte Kleidungsstücke verzichten. Ausflüge in die Königsstädte oder Wanderungen sind in der Zeit von März bis Mai und von September bis November zu empfehlen.
Innerhalb Marokkos gibt es zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel, die sowohl größere Städte, als auch entlegene Ortschaften miteinander verbinden. Überlandtaxis (grands taxis) und Busse bringen Touristen bequem und günstig ans Ziel. Die Busgesellschaften CTM und SATAS setzen klimatisierte Reisebusse ein. Ein Auto zu mieten, empfiehlt sich in Marokko nicht, da Mietwagen relativ teuer sind. Hinzu kommen noch die hohen Kosten für Benzin. Für lange Strecken sollte man auf das Angebot der Royal Air Maroc zurückgreifen. Diese bietet zahlreiche Flüge innerhalb Marokkos an, die zwar recht kostspielig sind, dafür aber auch zuverlässig und schnell. In vielen Städten stehen außerdem Petit Taxis für maximal drei Fahrgäste oder malerische Pferdekutschen zur Verfügung.
Farbenprächtiger kann eine Stadt wohl kaum sein. Am Nordabfall des Hohen Atlas bietet Marrakesch ein absolut einzigartiges orientalisches Flair. Die Altstadt des malerischen Ortes ist von einer imposanten Stadtmauer umgeben. In der Neustadt laden weitläufigen, begrünte Parkanlagen wie die Menaragärten oder der Jardin Majorelle zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Nach einem ereignisreichen Tag findet man hier die nötige Ruhe und Entspannung. Sehenswert ist der bekannte Platz Jemaa el-Fna, der unterhalb der Koutoubia-Moschee liegt. Hier bringen Gaukler und Gnaoua-Musiker den Touristen die musikalischen Klänge des Orients näher. Landestypische Garküchen verwöhnen den Gaumen mit exotischen Düften. Zum Staunen und Kaufen lädt der größte Souk Marokkos ein. Händler bieten an Ständen neben Tüchern, Babuschen und Filzprodunkten in allen erdenklichen Farben auch Teppiche, oder traditionelle Pantoffeln aus Leder an. Auch die Gräber der Saddier im Süden von Marrakesch sollte man sich nicht entgehen lassen.
Nach Marokko reisen und einen unvergesslichen Badeurlaub erleben – das können Touristen in Agadir. Die Stadt liegt, eingebettet in eine windgeschützte Bucht, nahe der Mündung des Oued Sous. Ihre Geschichte ist geprägt von Phöniziern, Portugiesen und Saadiern. Im Jahre 1960 fielen große Teile der Stadt einem schweren Erdbeben zum Opfer. Agadir wurde anschließend fast komplett neu aufgebaut. Das Badeparadies bietet neben einer modernen, weitläufigen Innenstadt auch eine auf den Tourismus abgestimmte Infrastruktur. Die 9 km lange Seepromenade mit den feinen Sandstränden lässt keine Wünsche offen. Urlauber können sich außerdem auf 300 Sonnentage und ein lebendiges Nachtleben freuen. Einen tollen Ausblick auf Agadir genießt man von der im Jahre 1540 errichteten Kasbah. Echten Luxus bietet die 2007 im alten Hafen eröffnete Marina Agadir.
Einen Einblick in die Zeit der Antike können Marokko-Urlauber beim Besuch von Volubilis erleben. Die wichtigste Ruinenstätte des Landes war früher als aufstrebende Stadt bekannt. In ihrer Blütezeit wohnten bis zu 2000 Menschen in Volubilis. Die Römer zogen sich um 280 wegen andauernder Überfälle durch die Berber aus Volubilis zurück. Die Stadt liegt nördlich von Meknès und wurde kurz nach der Zeitenwende gegründet. Die meisten Bauwerke der archäologischen Stätte wurden Anfang des 3. Jhs. errichtet. Der Triumphbogen stammt aus dem Jahr 217 und wurde zu Ehren des damaligen Kaisers Caracalla erbaut. Den drei bedeutendsten Göttern Jupiter, Juni und Minerva ist das Kapitol geweiht. Sehenswert sind auch die Gallienus-Thermen oder die Gerichtsbasilika. Die wieder aufgerichteten Säulen der Basilika sind ein beliebter Nistplatz für Vögel. Prachtvolle Mosaike können noch heute in Volubilis bewundert werden. Im Haus des Orpheus, Haus des Desultors (Kunstreiters), Haus des Epheben (Jünglings) oder Haus der Arbeiten des Herkules findet man besonders schöne Arbeiten.
Fès el-Bali, die Altstadt von Fès, versprüht ein herrliches, ursprüngliches Flair und begeistert so jährlich tausende von Besuchern. Mit den vielen Handwerkern und Händlern wirkt die Stadt sehr mittelalterlich und man fühlt sich, als würde man in die Vergangenheit von Marokko reisen. Bei einem Spaziergang durch die schmalen, verwinkelten Gässchen fühlt man den orientalischen Charme von Fès. Beeindruckend sind die wunderbaren Bauwerke, die aus der Blütezeit der maurischen Kunst stammen. Die Moschee und Universität al-Kairaouine besteht seit dem Jahre 856 und gilt als theologischer Mittelpunkt der Stadt. Hier haben allerdings nur Muslime Zutritt! Der Souk el-Attarine bietet Kräuter und Duftessenzen jeglicher Art und lädt zum Stöbern und Kaufen ein. Auch auf dem Tischlermarkt, dem Souk el-Nejjarine, mit Werkstätten, Brunnen und einer ehemaligen Herberge für Händler kann man das ein oder andere Souvenir ergattern.
Casablanca, die größte Stadt Marokkos, ist zugleich auch das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die moderne Metropole ist geprägt von Handel und Industrie und wird oft als die heimliche Hauptstadt Marokkos angesehen. Auf der Suche nach nostalgischem Flair wird man in Casablanca daher nicht fündig werden, auch wenn der Name der Stadt Erinnerungen an den gleichnamigen Filmklassiker aus dem Jahre 1942 mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann weckt. 1993 wurde die größte Moschee Marokkos, die imposante Moschee von Hassan II. (Grande Mosquée Hassan II.) eingeweiht. Seitdem ist sie das Wahrzeichen von Casablanca, dem „Weißen Haus“. Architektonische Meisterwerke, die den maurischen mit dem Art-déco-Stil vermischen, findet man vor allem am Place des Nations Unies und am Place Mohammed V. Einige Gebäude im Kolonialstil erinnern an die Zeit des französischen Protektorats. Entspannen kann man am besten in den weitläufigen Grünanlagen der Stadt wie dem Parc de la Ligue Arabe.
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