italienische Athen“. Diesen Namen erlangte Florenz hauptsächlich durch seine berühmten Sehenswürdigkeiten, die die Geschichte von Florenz auf ihren Schultern tragen. Plätze, Statuen, Kirchen, Museen, Paläste, Gärten und Galerien – all das gehört zu Florenz, wie der Eiffelturm zu Paris.
Florenz ist allerdings nicht nur das „italienische Athen“, sondern auch Hauptstadt der Toskana und hat damit mehr zu bieten als nur Sehenswürdigkeiten. Beliebte Landschaften prägen das Bild und verändern somit auch Florenz. Die 70 km lange Weinstrecke, die Florenz mit Siena verbindet eignet sich gut für entspannende Spaziergänge besonders im Frühjahr oder Herbst. Im Süden der Toskana befindet sich der Parco dell’Uccelina, ein Naturschutzpark. Für die Abkühlung an den warmen Sommertagen bieten sich die Küsten an. Die Versilia-Küste ist bekannt für ihre Seebäder, die nicht nur von ausländischen Touristen besucht werden. Wer also mehr von Florenz und der Toskana kennenlernen will, hat die Möglichkeit sich der Landschaft in der nahegelegenen Umgebung zuzuwenden.
Das Muss eines jeden Besuches in Florenz ist der Dom, dessen Fertigstellung über 150 Jahre andauerte. Ein pastellfarbenes Gebäude, eine große Kuppel und 463 Anstieg Stufen bis man einen fantastischen Ausblick über die gesamte Stadt genießt. Eine etwas andere Möglichkeit sich einen Überblick über Florenz und seine Sehenswürdigkeiten zu verschaffen. Wer lieber den Dom selbst begutachten will kann dies entweder vom Piazza del Duemo, dem Vorplatz des Domes, oder vom Campanile, dem Glockenturm des Domes, der mit Kopien der Propheten- und Sybillen-Statuen von Donatello verschönert ist, tun. Wer sich für die Originale dieser Statuen interessiert, sollte sich einen Besuch im Grande Museo dell’Opera del Duemo, dem Dommuseum, nicht entgehen lassen. Der dritte Teil dieser wichtigen florentinischen Sehenswürdigkeit ist das Battisterio San Giovanni. Dieses Gebäude ist zugleich das älteste in Florenz und war ebenfalls eine Inspiration für die Fassaden des Domes und des Glockenturmes. Besonders bekannt ist das Gebäude allerdings für seine vergoldeten Bronzetüren. Die bronzenen Basreliefs, die eine Geschichte aus dem Alten Testament erzählen sollen, wurden heute allerdings durch Kopien ersetzt. Die Originale befinden sich zur Aufbewahrung und Restauration im Dommuseum. Trotzdem ist der Dom eine wichtige Sehenswürdigkeit für Florenz und sollte bei einem Besuch in Florenz nicht vergessen werden.
Doch nicht nur der Dom lohnt sich zu besuchen. Auch viele andere Kirchen gelten als wichtige Sehenswürdigkeiten in Florenz. Die als Zentrum der Kirchen geltende Santa Maria del Fiore, wurde vom 12. bis zum 14. Jahrhundert gebaut und ist hauptsächlich für ihre gewaltige, als Meisterleistung geltende, Kuppel bekannt. Weitere sehenswerte Kirchen sind die Basilica di San Lorenzo, das Baptisterum San Giovanni, das San Miniato al Monte und das Santi Apostili.
Auch andere Sehenswürdigkeiten fehlen in Florenz nicht. Die italienische Stadt zeichnet sich ebenfalls durch die alten Paläste aus, die heute zur Besichtigung offen stehen. Der Palazzo Pitti ist nicht nur ein Renaissance Palast, sondern auch die Unterkunft der ehemaligen Privatsammlung der Medici. Weitere Sehenswürdigkeiten unter den Palästen sind der Palazzo Medici Riccardi, der Palazzo Rucellai, der Palazzo Strozzi und der Palazzo Pandolfini. Unter den mittelalterlichen Palästen finden sich noch drei weitere Sehenswürdigkeiten: der Palazzo del Bargello, der heute allerdings ein Museum zur Bildhauerkunst ist, der Palazzo Davanzati und der Palazzo Vecchio.
Wer sich nach den ganzen Palästen vom Florentiner Trubel erfassen lassen will, kann sich der Besichtigung der Plätze und Gärten widmen. Ein besonderer Platz in der Geschichte und der wichtigste Platz in Florenz ist der Piazza della Signoria. Dort fanden diverse geschichtliche Höhepunkte statt wie z.B. die Verbrennung von Schmuck, Kosmetika, Musikinstrumenten, Spiegeln und ähnlichem im Fegefeuer der Eitelkeit. Wie so vieles wurde auch hier die Statue David von Michelangelo durch eine Kopie ersetzt. Das Original befindet sich inzwischen im Accademia delle Arti del Disegno. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Platz ist der marmorne Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammanatis.
Der Boboli Garten liegt am Palazzo Pitti und bietet so zum einen die Möglichkeit sich etwas zu entspannen und zum anderen noch weitere Statuen zu begutachten. Ganz in der Nähe des Boboli Garten liegt Giardino Bardini. Ähnlich wie im Boboli Garten finden sich auch hier einige Statuen. Eine weitere Möglichkeit wäre der Giardino delle Rose unterhalb des Piazzale Michelangelos.
Wer sich nach einem Spaziergang durch die Gärten wieder gestärkt für Kunst und Kultur fühlt, kann sich den unzähligen Museen und Galerien widmen, die die Sammlung an Sehenswürdigkeiten in Florenz bereichern und ergänzen.
Obwohl hauptsächlich für die Kunst und Bildhauerei bekannt, gibt es natürlich auch in Florenz Museen, die sich auf andere Gebiete beziehen. Das Museo Archelogico Nazionale befindet sich im Palazzo della Crocetta und beherbergt Etruskische, Römische, Ägyptische und Griechische Sammlungen. Zusammen mit dem Museo di Storia Naturale, dem Naturhistorischen Museum, gehört das Museum zur Universität.
In der Galleria degli Uffizi wird die wichtigste Kunstsammlung ganz Italiens ausgestellt. Diese Kunstsammlung gilt als eine der reichsten und bedeutendsten für die klassische Kunst weltweit. Im Museo di San Marco kann man die Wandbilder des Fra Angelico bewundern, die tiefe religiöse Überzeugung ausdrücken.
Eine der wohl wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Florenz ist die Galleria dell‘Accademia. Der hauptsächliche Grund für einen Besuch dort ist für viele allerdings Michelangelos Statue David. Statuen werden ebenfalls im Museo Nazionale del Bargello und in der Accademia di Belle Arti ausgestellt.
Auch für die Abwechslung zur Kunst der vergangen Tage findet sich hier etwas, das trotzdem nicht ganz Geschichtsfrei ist. Die Gold- und Silberschmieden an der Ponte Vecchio, der einzigen Brücke, die den zweiten Weltkrieg ohne weitere Schäden überstanden hat, ziehen vor allem die wohlhabenderen Touristen an.
Wer Angst hat sich alleine nicht in Florenz zu Recht zu finden, kann auch an organisierten Touren teilnehmen bei denen man Wahlweise einen ganzen oder einen halben Tag unterwegs ist.
Florenz hat allerdings mehr hervorgebracht als nur Künstler, Schauspieler, Päpste und Schriftsteller. Der Name Florentiner wurde nicht grundlos an das Kultgebäck vergeben. Das Rezept für die Plätzchen aus Mandeln, Honig, kandierten Früchten und Schokolade, stammt ursprünglich aus Florenz.
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