Kulturell und landschaftlich vielfältig präsentiert sich das Land auf der Balkanhalbinsel. Im Jahr 681 gegründet, ist der bulgarische Staat einer der ältesten Europas. Im Norden dominieren ausgedehnte Donautäler die Landschaft, der Süden ist geprägt von Hochebenen und Gebirgszügen, während die Schwarzmeerküste im Osten mit kilometerlangen Sandstränden, Waldgebieten, Weizen- und Maisfeldern aufwartet.
Bulgarien Reisen sind vor allem bei Badeurlaubern äußerst beliebt, jedoch sollte man nicht vergessen, dass das Land auch andernorts interessante Sehenswürdigkeiten bereithält. Verschiedene Völker wie z.B. die Griechen, die Römer, die Thraker und die Osmanen haben in Bulgarien ihre Spuren hinterlassen, Orte wie Nessebar im Osten spiegeln die komplexe Städtebaukunst vergangener Jahrhunderte wider. Die Künstlerstadt Plovdiv im Herzen des Landes ist bekannt für ihre traditionellen Holzhäuser, ihre mittelalterlichen Kirchen und Klöster. Die verwinkelte und hügelige Altstadt von Veliko Tarnovo lockt jährlich Tausende von Touristen, die durch das Landesinnere von Bulgarien reisen.
Bulgarien ist größtenteils geprägt von gemäßigtem Kontinentalklima, wobei an der Küste des Schwarzen Meeres im Osten auch mediterrane Einflüsse zu spüren sind. Die warmen Sommermonate von Mai bis Oktober sind ideal für eine Reise durch das Land, Strandurlauber sollten zwischen Juni und September nach Bulgarien reisen. Selbst an der Küste wird es nicht unerträglich heiß, die Temperaturen steigen selten über 27 °C. Außerdem weht meist ein mäßiger bis starker Wind. Wer Skiurlaub in Bulgarien machen möchte, der findet zwischen Dezember und März vor allem im Rila- und Piringebirge im bulgarischen Hochland optimale Wintersportbedingungen.
Vor allem mit Bus und Bahn kann man bequem und günstig durch Bulgarien reisen, allerdings ist das Liniennetz im Landesinneren weniger gut ausgebaut als in Küstennähe. Größere Distanzen sollte man besser mit dem Bus zurücklegen. Eine gute und relativ günstige Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln in Bulgarien ist der Mietwagen; Landstraßen und Autobahnen sind gut ausgebaut, Tankstellen ausreichend vorhanden. Für alle, die das bulgarische Hinterland gerne auf eigene Faust erkunden möchten, ist der Mietwagen das bevorzugte Fortbewegungsmittel.
Schon im 5. Jh. v. Chr. wurde die bulgarische Hauptstadt von den thrakischen Serden gegründet. Auf sie geht der erste urkundlich erwähnte Name der Stadt - Serdika - zurück. Viele verschiedene Ethnien fanden hier im Laufe der Jahrhunderte eine Heimat und hinterließen ihre Spuren, allen voran die Römer, die nicht nur eine mächtige Mauer um die Stadt herum bauten, sondern letztere auch mehrmals zerstörten.
Das moderne politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes hat auch kulturell viel zu bieten. Hochrangige Theater, Museen, Galerien, Konzert- und Opernhäuser bereichern das Unterhaltungsprogramm. Als Wahrzeichen der Stadt gilt gemeinhin die Hauptpatriarchenkirche der bulgarischen Orthodoxie, die Alexander-Nevski-Kathedrale. Das Bild der äußerst sehenswerten Innenstadt prägen zahlreiche Denkmäler, Parkanlagen, gemütliche Restaurants und beschauliche Straßencafés. Man sollte nicht nach Bulgarien reisen, ohne mindestens einen Tag in der Hauptstadt zu verbringen.
Die Kirche von Bojana ist beliebter Programmpunkt vieler Bulgarien Reisen. Das mittelalterliche Bauwerk im gleichnamigen Stadtteil von Sofia wurde vor allem bekannt durch ihre prächtigen Wandmalereien, von denen die ältesten aus dem 11. Jh. stammen und die u.a. Szenen aus dem Leben des Heiligen Nikolaus, des Stifters der Kirche oder des bulgarischen Zaren Konstantin Tich Asen darstellen. Sie sind eines der wenigen gut erhaltenen Werke der osteuropäischen Kunst aus dem Mittelalter; wegen ihres unschätzbaren Wertes darf die Kirche nur von kleinen Besuchergruppen betreten werden, um zu verhindern, dass zu viel Feuchtigkeit hineingelangt, die den Gemälden schaden könnte. Man sollte sich daher auf lange Wartezeiten einstellen. Die Kirche wurde im 9. Jh. im Stil des Renaissance-Realismus am Fuße des Witoscha-Gebirges erbaut und 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Ein Geheimtipp
für alle, die entlang der Ostküste von Bulgarien reisen: Dieses romantische Anwesen ließ sich Königin Maria von Rumänien im Jahr 1924 an der Küste des Schwarzen Meeres bei Balčik errichten, das zu jener Zeit noch zu Rumänien gehörte. Architektonisch ist der von den italienischen Architekten Americo und Augostino erbaute Palast, welcher der Königin als Sommerresidenz diente, nicht eindeutig einer Stilrichtung zuzuordnen, vereint er doch zu viele unterschiedliche Einflüsse. Die eigentliche Residenz, die den Beinamen „stilles Nest“ trägt, ist umgeben von weiteren Gebäuden wie Villen, Stallungen und einer Kapelle. Letztere wurde einem kretischen Schrein nachempfunden; die Wandmalereien im Inneren stellen die Königin mit ihrer Tochter und verschiedene Heilige dar. Besonders eindrucksvoll ist die umliegende Gartenlandschaft, die von Schweizer Landschaftsgärtnern gestaltet wurde und als Replik eines kretischen Labyrinths bezeichnet werden kann. Wegen des günstigen Schwarzmeerklimas gedeihen exotische Pflanzenarten hier in üppiger Pracht, außerdem beherbergt der Garten die zweitgrößte Kakteensammlung Europas mit rund 250 verschiedenen Kakteen.
Die malerische Altstadt von Nessebar in der Bucht von Burgas an der Ostküste Bulgariens liegt auf einer ca. 25 ha großen felsigen Halbinsel, die durch einen kleinen Damm mit dem Festland verbunden und über diesen nur zu Fuß zugänglich ist. Rund 40 mittelalterliche Kirchen, die heute längst nicht mehr alle als solche genutzt werden, sind in dem Städtchen zu bewundern. Charakteristisch sind die Holzfassaden der Häuser, die in den vergangenen beiden Jahrhunderten erbaut wurden. Die von den Überresten der alten Stadtmauer umgebene Altstadt ist heute ein Freilichtmuseum und Weltkulturerbe der UNESCO. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Kirche des Christus Pantokrator mit ihrer keramikverzierten Fassade, die rot-weiße Kreuzkuppelkirche Johannes-Aliturgetos und die Neue Metropolitenkirche Sveti Stefan. Nessebar ist ein viel besuchtes Ziel auf Bulgarien Reisen und dementsprechend hat sich die Stadt mit zahlreichen Straßencafés und Verkaufsständen auf den Tourismus eingestellt.
Das Seebad Sonnenstrand ist das bevorzugte Ziel von Familien, die zum Badeurlaub nach Bulgarien reisen. Es ist das größte Seebad Bulgariens an der Südküste des Schwarzen Meeres und wegen seiner flach abfallenden Ufer ideal für einen Strandurlaub mit Kindern, die bei Bedarf auch das örtliche Betreuungsangebot in Anspruch nehmen können. Die Wassertemperaturen liegen von Mai bis Oktober durchschnittlich zwischen 20 und 26 °C, an Land bei ca. 27 °C. Dabei weht meist ein erfrischender Wind.
Umgeben von üppigen Grünpflanzen liegt das seit 1959 bestehende Seebad in einer wunderschönen halbrunden Bucht nördlich von Nessebar. Die Sonne verwöhnt den 6 km langen traumhaften Sandstrand an rund 1700 Stunden im Jahr, das Wasser ist klar und sauber. Attraktiv ist auch das umfangreiche Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten und das bunte Nachtleben im Ort. Ebenfalls einen Besuch wert sind die nicht weit vom Seebad entfernten Hafenstädte Pomorie und Sozopol.
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