Das Leben in Bangkok erinnert an einen pulsierenden Großstadtdschungel. Als kommerzielles, politisches und kulturelles Zentrum des Landes, vereint Bangkok moderne Einkaufzentren und ein turbulentes Nachtleben mit traditionellen Tempelanlagen oder Palästen. Für Backpacker aus aller Welt ist die Herbergenmeile Khao San Road ein wichtiger Anlaufpunkt. Hier kann man günstig übernachten und zugleich das echte Flair von Bangkok spüren, wenn unzählige Tuk-Tuks (Autorikschas) die Straßen unsicher machen während dazwischen Zeitungsjungen mit der neuesten Ausgabe der „Bangkok Post“ in der Hand umher laufen.
Unzählige Bars und Klubs entlang der Straße versprechen nicht-enden-wollende Partynächte. Kulturelles Highlight in Bangkok sind die buddhistischen Gotteshäuser wie Wat Arun, der „Tempel der Morgenröte“, Wat Pho oder der Marmortempel Wat Benchamabophit. Die Statue des Smaragdbuddhas im Königstempel Wat Phra Kaeo ist das größte Heiligtum des Landes. Die Figur ist 75 cm hoch und komplett aus Jade.Traditionelle Märkte wie der bekannte Chatuchak bieten in Bangkok alles, was das Shopping-Herz begehrt. Neben Kampfhähnen und kopierter Markenkleidung werden hier auch landestypische Speisen mit scharfen Gewürzen verkauft. In der riesigen Einkaufsmall Siam Paragon findet man teure Luxusgeschäfte und edle Boutiquen. Das Untergeschoss beherbergt die Siam Ocean World, das größte Meeresaquarium in Südostasien. Mehr als 30.000 faszinierende Unterwasserlebewesen sind hier zu sehen.
In der thailändischen Küche steht Reis an erster Stelle. Duftreis oder Jasminreis wird in Bangkok zu fast jedem Essen serviert. Außerdem sind Nudeln als Beilage sehr beliebt. Sie werden in unterschiedlichen Varianten als Reisnudeln, Kuai Tiau, als Bami oder Wun Sen, Glasnudeln, angeboten. Thailändische Köche verwenden traditionell viele exotische Gewürze wie Ingwer, Zitronengras, Chili, Koriander, Knoblauch oder Thai-Basilikum. Daher kann das Essen für den europäischen Gaumen oft ziemlich scharf sein. Mobile Garküchen bieten an jeder Straßenecke landestypische Gerichte an. Wer dort bestellt, sollte einfach „maipet“ sagen, damit die Gerichte weniger gewürzt zubereitet werden. Zum Dessert gibt es in Bangkok oft Kokospudding, sogenannten Tago, oder gebratene Bananen.
Bangkok ist sowohl mit traditionellen, als auch mit modernen Fortbewegungsmitteln ausgestattet. Zum Einen gibt es seit 2004 ein gut ausgebautes U-Bahn-System. Vom Hauptbahnhof Hua Lamphong gelangt man über die Ratchadaphisek Road bis nach Bang Sua. Die Züge fahren täglich von 5 bis 24 Uhr. Außerdem kann man die Skytrains nutzen und sich so einen Eindruck von Bangkok aus der Luft verschaffen. Sehr günstig ist auch eine Fahrt mit dem Taxi. Den Staus entkommt man am besten mit den Expressbooten auf dem Chao Phraya. Landestypisch bewegt man sich in Bangkok hingegen auf den so genannten Khlongs fort. Auf den Kanälen, die mitten durch Bangkok führen, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt.
Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt Ko Rattanakosin ist das Herz von Bangkok. Dort ist auch die größte Tempelanlage der Stadt zu finden: Das buddhistische Gotteshaus Wat Pho. Die gigantische Skulptur eines liegenden Buddhas ist das Highlight auf einer Besichtigungstour durch den Tempel. In einer großen Halle, der sogenannten Viharn, ist die 46 m lange und 15 m hohe Gottesfigur zu sehen. Beeindruckend sind die reich geschmückten Fußsohlen. Perlmuttverzierungen beschreiben die 108 Eigenschaften des Buddhas. Sie sind die schönsten Zeugnisse dieser Art buddhistischer Kunst in ganz Thailand. Im weitläufigen Park um die Tempelanlage sind viele Pavillons verteilt. Die vier größten dieser Chedis besitzen ein Porzellandekor in verschiedenen Farben und wurden von den Chakri-Königen erbaut. Außerdem befinden sich zwei Glockentürme im Norden und im Süden von Wat Pho. Thailands erste Universität hat ihrem Sitz ebenfalls auf dem Tempelgelände. Außerdem kann man in Wat Pho die Kunst der weltberühmten Thai-Massage erlernen. Für Touristen werden 10-Tages-Kurse angeboten.
Sie ist das Paradies für Backpacker aus aller Welt: die Khao San Road. Die etwa 400 m lange Straße liegt in der Altstadt von Bangkok und gilt als erste Anlaufstelle für Rucksackreisende. Unzählige Herbergen, die so genannten „Guesthouses“, findet man hier an jeder Ecke. Sie sind zwar recht heruntergekommen, aber dafür sehr preiswert. In den letzten Jahren haben sich auch immer mehr komfortable Hotels in der Khao San Road angesiedelt. Berühmt ist die Straße mitten in Bangkok auch für ihre vielen Buchläden. Hier werden meistens gebrauchte Bücher in allen erdenklichen Sprachen angeboten. Wenn man richtig handelt, kann man das ein oder andere Schnäppchen ergattern! Souvenirs, Kleidung, CDs oder die traditionellen thailändischen Dreieckskissen gibt es an den vielen Verkaufsständen entlang der Khao San Road. Tagsüber geht es auf der Straße ziemlich hektisch zu, wenn sich die landestypischen Tuk-Tuks (Autorikschas) zwischen Autos und Menschenmengen hindurch schlängeln. Gefeiert wird bis spät in die Nacht in den zahlreichen Bars und Kneipen.
Direkt am Westufer des Chao Phraya gelegen ist der Tempel Wat Arun nicht zu übersehen. Am Morgen und Abend erstrahlt das Gebäude im Licht der Sonne und ist daher ein beliebtes Fotomotiv. Das Wahrzeichen von Bangkok steht auf der Thonburi genannten Seite des Flusses. Man erreicht es am besten mit einem der vielen Boote, die am Thien Pier abfahren. Das Herzstück des Wat Arun ist Phra Prang, ein Tempelturm. Der etwa 81 m hohe Hauptprang besitzt eine gezackte, Bronzespitze und führt Besucher über vier mächtige Treppen nach oben. Am Ende jedes Treppenaufgangs gibt es eine kleine Nische. Darin befinden sich Figuren des Windgottes Pha Pai auf seinem weißen Hengst und Statuen von Gott Indra auf dem dreiköpfigen Elefanten Erawan. Am Fuß der vier Treppen stehen chinesische Steinfiguren, die Menschen und Tiere darstellen. Außerdem finden sich in der westlichen und östlichen Mauer insgesamt fünf Tore. Auf den Torbögen sind die Embleme verschiedener Thai-Könige angebracht.
Neben Luxusboutiquen und Geschäften befindet sich im Einkaufszentrum Siam Paragon in Bangkok auch die faszinierende Unterwasserwelt der Siam Ocean World. Das größte Meeresaquarium in Südostasien zeigt über 30.000 Lebewesen aus den Tiefen der Ozeane. Darunter sind beispielsweise der gestreifte Froschfisch, der Gartenaal oder der Pharao-Tintenfisch. In acht Themenwelten wie dem Riff-, Regenwald- oder Steinküstenpanorama leben auch langnasige Einhornfische, Ohrenquallen oder afrikanische Pinguine. Ein besonderes Erlebnis versprechen der 270° Unterwassertunnel, der 8 m hohe Korallentank oder ein Tauchgang mit Haien. Außerdem tummeln sich bis zu 18 kg schwere Spinnenkrabben in den Aquarien. Für Besucher werden täglich öffentliche Fütterungen angeboten: Die Pinguine erhalten ihr Essen jeweils um 12.30 Uhr und um 16.30 Uhr, die Haie sind um 13.00 Uhr und 16.00 Uhr an der Reihe. Ein spezielles Programm für Kinder soll ihnen die Unterwasserwelt in all ihren Facetten näher bringen.
Das nationale Heiligtum Thailands befindet sich mitten in Bangkok. Die berühmte Statue des Smaragdbuddhas im Bot des Wat Phra Kaeo. Die 75 cm hohe Figur ist komplett aus Jade gefertigt und sitzt auf einem Podest im Inneren des Königstempels. Je nach Jahreszeit trägt das Gottesbildnis ein entsprechendes Gewand, das in einer königlichen Zeremonie gewechselt wird.
Das gesamte Areal, zu dem neben dem Königstempel auch der Königspalast gehört, ist von einer hohen, weißen Mauer umgeben. Sehenswert sind ferner der Reliquienschrein auf der oberen Terrasse, in dem heilige buddhistische Palmschriften aufbewahrt werden, und der reich geschmückte Wandelgang. Ihn zieren Fresken mit Bildern aus dem Ramakien, einem bekannten Epos. Am Eingang des Tempels findet man riesige Figuren, die so genannten Yaks. Sie bewachen die königliche Anlage.
Touristen müssen bei einem Besuch der Tempelanlage die strikte Kleiderordnung beachten. Ärmellose Oberteile und kurze Hosen sind streng verboten!
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