Das Auswärtige Amt hat seinen Sicherheitshinweis für Thailand deutlich verschärft und rät jetzt "von Reisen nach Bangkok dringend ab". Andere Länder hatten schon früher ihre Bürger vor der brodelnden Metropole gewarnt. Die Berliner Behörde begründet ihr Umschwenken mit "andauernden politischen Proteste und der daraus resultierenden unübersichtlichen Sicherheitslage".
Die Nutzung des Flughafens Bangkok als Transitflughafen für Flüge innerhalb Thailands oder ins Ausland sei nicht beeinträchtigt, so das Auswärtige Amt. Auch in den Tourismusregionen außerhalb Bangkoks gebe es keine Demonstrationen. Nur im Norden des Thailands sei es zu vereinzelten Protesten gekommen, die bisher aber friedlich verliefen.
Anders in Bangkok: Am vergangenen Donnerstag explodierten im Bankenviertel in der Nähe der Skytrain-Station Sala Daeng mehrere Granaten. Es wurden Menschen getötet und verletzt. Das Militär und die demonstrierenden Rothemden stehen sich unversöhnlich und bewaffnet gegenüber. Die Proteste dauern nun schon sechs Wochen und ein Ende ist nicht in Sicht. "Weitere gewaltsame Auseinandersetzungen sind nicht auszuschließen", schreibt das Auswärtige Amt.
Die Demonstranten besetzen derzeit das Touristen- und Einkaufsviertel von Bangkok rund um die Kreuzung Ratchadamri / Ploenchit Road. Zahlreiche Hotels und Geschäfte sind dort mittlerweile geschlossen, der Verkehr ist erheblich behindert.
Gloobi, Foto Stockxchng/Devonkho
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