Argentinien bietet seinen Besuchern eine facettenreiche Landschaft mit herrlichen Naturschönheiten. Der Berg der sieben Farben nahe der Ortschaft Purmamarca zeigt seine Pracht im Licht der Sonne. Die schimmernden Gesteinsschichten sind ein atemberaubender Anblick. Besonders beliebt ist die Landschaft in Patagonien mit weiten Steppen und rauen Felsen. Wer zum Tauchen nach Argentinien reisen möchte, sollte den Badeort Puerto Madryn am Golfo Nuevo besuchen. Im nahegelegenen Naturreservat auf der Halbinsel Valdés sind Magellan-Pinguine, See-Elefanten und Seelöwen zuhause.
Die Provinz Rio Negro im Herzen von Argentinien ist ein Paradies für Wintersportler. Eine Attraktion für Touristen sind auch die Gletscher im Nationalpark Los Glaciares im Südwesten des Landes. Die Eismassen des Perito-Moreno, dem wichtigsten Gletscher, wachsen stetig weiter. Bergsteiger können in Argentinien den Gipfel des fast 7000 m hohen Aconcagua erklimmen. Eine heilige Opferstätte der Inka befindet sich auf dem Berg. Die Wüstenlandschaft im Nationalpark Ischigualasto ist ein echtes Highlight auf einer Reise durch Argentinien. Durch Erosion entstanden hier faszinierende Gesteinsformationen, die an Pilze, U-Boote oder Alltagsgegenstände erinnern. Außerdem wurden hier verschiedene Dinosaurierknochen gefunden.
Es gibt viele Möglichkeiten, innerhalb Argentiniens zu reisen. Vom Flughafen Aeroparque Jorge Newbery in Buenos Aires erreicht man problemlos alle größeren Städte des Landes. Eine Busfahrt ist in Argentinien komfortabel und schnell. Das gut ausgebaute Streckennetz führt auch in entlegenere Gebiete und kleine Ortschaften. Für längere Strecken sind Nachtbusse eine gute Wahl. Die Preise sind unterschiedlich hoch, je nach Saison, Busunternehmen und Klasse. Am besten reserviert man die Tickets im Voraus.
Günstig kann man auch mit dem Zug durch Argentinien reisen. Von Buenos Aires aus bestehen regelmäßige Verbindungen in die Städte Posadas und Córdoba. Außerdem besitzt die Hauptstadt eine U-Bahn, mit der man die Innenstadt bequem erkunden kann.
Wer nach Argentinien reisen möchte, der sollte auf jedes Wetter vorbereitet sein. Sowohl Handschuhe und Mütze, als auch Shorts und T-Shirt gehören auf einer Rundreise ins Gepäck. Das Land vereint von den tropischen Regionen im Nordosten über subtropische Gebiete im Norden, gemäßigtem Klima im Landesinneren bis hin zum kälteren Süden fast alle Klimazonen. Im argentinischen Sommer von Dezember bis Februar sind die Temperaturen auch im Süden etwas milder. Das Thermometer steigt auf rund 14 °C. Zum Skifahren sollte man von Mitte Juni bis Mitte Oktober nach Argentinien reisen. Die Temperaturen im subtropischen Norden sind zwischen Mai und September sehr angenehm. Außerdem ist die Luftfeuchtigkeit während dieser Zeit nicht so hoch.
Im Herzen des 185.000 ha großen Nationalparks Iguazú im Norden von Argentinien liegen die imposanten Iguazú Wasserfälle. Bis zu 82 m rauschen die Wassermassen in die Tiefe. 1984 wurden sie in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen. Eine Wanderung zu den Wasserfällen ist ein echtes Highlight für alle, die nach Argentinien reisen. Bis zu 300 einzelne Fälle reihen sich auf einer Länge von rund 2,7 km aneinander. Im dichten Urwald rund um die Iguazú Wasserfälle trifft man auf zahlreiche faszinierende Tiere, darunter Kaimane, Affen und exotische Vögel. Besonders sehenswert ist die Teufelsschlucht, in die sich der größte Wasserfall im Nationalpark ergießt. Fast 13.000 m³ Wasser stürzen sich dort pro Sekunde nach unten. Schon von weitem kann man ein lautes Tosen hören. Der üppige Sprühnebel am Fuß der Teufelsschlucht schimmert farbenprächtig im Licht der Sonne. Um die Wasserfälle zu besichtigen, sollte man zwischen März und Juni nach Argentinien reisen. Im Nationalpark herrschen während dieser Zeit noch angenehme Temperaturen.
Die wohl ältesten Höhlenmalereien der Welt sind in der Cueva de las Manos im Südwesten von Argentinien zu sehen. Die beeindruckende „Höhle der Hände“ wurde 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO erkannt. Mehr als 800 Handabdrücke hinterließen steinzeitliche Bewohner in den Höhlen. Außerdem werden auf mehrfarbigen Malereien Jagdszenen dargestellt. In leuchtendem Rot sind Linien, Kreise und Zick-Zack-Muster an den Höhlenwänden verewigt.
Die Cueva de las Manos ist nur schwer zu erreichen. Sie liegt rund 150 km südlich der Ortschaft Perito Moreno im Tal des Río Pinturas. Von Perito Moreno werden Ausflüge zur Cueva de las Manos angeboten. Neben den faszinierenden Höhlenmalereien erhält man so auch einen herrlichen Ausblick über das Tal des Río Pinturas. Der Fluss funkelt im Sonnenlicht und zaubert ein tolles Schattenspiel an die rauen Felswände.
Rund 150 km lang zieht sich die Quebrada de Humahuaca durch den Nordwesten von Argentinien. Die Schlucht beginnt auf etwa 1200 m Höhe in der Gebirgsstadt San Salvador de Jujuy und führt etwa 800 m hinauf bis nach Humahuaca. Die Quebrada ist Teil des weltberühmten Inka-Pfades und zählt seit 2003 zum Welterbe der UNESCO. Eine beeindruckende Naturschönheit bietet die Ortschaft Purmamarca mit dem Berg der sieben Farben. Durch Sedimentablagerungen entstanden hier in Millionen von Jahren unterschiedliche Gesteinsschichten, die heute gelb, weiß, rot, blau, orange, türkis- und lilafarben in der Sonne funkeln – ein atemberaubender Anblick! In der Quebrada de Humahuaca in Argentinien wachsen fast keine Bäume oder Sträucher, daher kommen die bunten Felsen besonders gut zur Geltung. Besuchen sollte man auch die Kirche San Francisco in der kleinen Stadt Uquia. Der Altar glänzt in purem Gold und die Decke des Gotteshauses ist aus dem Holz von Riesenkakteen gefertigt.
Buenos Aires ist nicht nur die Hauptstadt von Argentinien, sondern gilt auch als die Geburtsstätte des Tangos. Jedes Jahr finden die Weltmeisterschaft und ein internationales Tango-Festival in Buenos Aires statt. Tänzer aus aller Welt feiern auf den Straßen und begeistern Besucher mit prächtigen Kleidern und gekonnten Tanzschritten.
Außerdem sollte man unbedingt zumindest einige der zahlreichen Theater- und Konzertsäle in Buenos Aires besuchen. Das Teatro Colón zählt zu den wichtigsten Opernhäusern der Welt.
Im Museo Nacional de Bellas Artes, dem Nationalmuseum der schönen Künste, kann man eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Lateinamerikas bewundern. Die Ausstellung zeigt Werke aus der Zeit des Mittelalters bis ins 20. Jh., darunter Gemälde der argentinischen Künstler Antonio Berni, Ernesto de la Cárcova oder Benito Quinquela Martín. Entspannen kann man nach einem erlebnisreichen Tag in den herrlichen Parks und botanischen Gärten von Buenos Aires.
Das größte Sumpfgebiet von Argentinien, Esteros del Iberá, im Nordosten des Landes, ist Heimat für eine Vielzahl faszinierender Tierarten. In dem rund 13.000 km² großen Areal leben so seltene Tiere wie der Neotropische Otter, Sumpfhirsche oder Mähnenwölfe. Außerdem findet man hier Wasserschweine, Kaimane und Krokodile sowie seltene Vogelarten wie den 1,20 m großen Jabiru, welcher zu den Störchen gehört. Auch Schildkröten, Affen und Wölfe sind hier zuhause. Auf den schwimmenden Inseln im Esteros del Iberá in Argentinien wachsen Orchideen, Schilfe, Wasserhyazinthen und verschiedene Gräser. Herrliche Seerosen bedecken die Lagunen und am Ufer stehen Pfirsich-, Orangen-, und Zitronenbäume.
Besonders eindrucksvoll ist eine nächtliche Bootsfahrt durch die Sümpfe. Viele Tiere verstecken sich tagsüber auf den dicht bewachsenen Inseln und sind nur in der Dunkelheit aktiv. Der argentinische Frühling von September bis November ist die beste Zeit, um in die Sumpfgebiete von Argentinien zu reisen.
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