Welcome to Miami (Bienvenido a Miami)… Ein Reisebericht über den Sunshine State, Coupons und Cocktails!
Tag 1.
Die zehn Stunden Flugzeit von Zürich nach Miami bringen schmeichelnde 15° Temperaturdifferenz. Nach 12°C in Zürich, traten wir bei schwülwarmen 27°C aus dem Flughafen. Wow – Urlaubsfeeling pur – Welcome at the Sunshine State…
Rein ins Taxi nach Miami Beach, wo wir auf Anraten von Freunden in ein 3 ½ Sterne Hotel direkt am Ocean Drive, dem Hot Spot, eincheckten. Glück im Unglück: die Toilette im ersten Zimmer funktioniert nicht einwandfrei und so kamen wir ganz unverhofft, dank Room-Change, zu einem Upgrade und logierten in einer tollen Suite. Irgendwie kommen Hotelsterne in Miami Beach anders zustande, als in Deutschland. Aber egal, wir hatten ein prima Zimmer und das, sowie unseren Urlaubsbeginn feierten wir in einer Bar mit einem Cocktail. Anfangs wunderten wir uns noch, dass auf den Getränkekarten keine Preise standen. Nachdem die Rechnung kam, war‘s uns klar
…
63 $ für zwei Cocktails – ein stolzer Preis. Uns war bewusst, dass Alkohol in den Staaten teuer ist, aber das hat unsere Vorstellung noch mal getoppt. Schnell hatten wir jedoch raus, wie der Hase läuft. Am günstigsten sind Cocktails zwischen 5.00 – 7.00pm, denn da ist Happy Hour und es gilt das Angebot: erste Runde zahlen, die zweite Runde ist umsonst – somit relativiert sich der Preis wieder etwas. Aber 8-tung: die Drinks haben’s echt in sich
Der Ocean Drive ist Floridas „Flaniermeile Nr.1“. Laute Musik, tolle Schlitten, coole Typen – sobald sich die Sonne senkt, erwacht der ca. 2 Meilen lange Ocean Drive mit seinen hübschen Art Deco Bauten zum Leben. Alles glitzert und funkelt, aufgemotzte Schlitten fahren mit lauter Musik auf und ab. Sehen und gesehen werden lautet hier das Motto…
Am 2. Tag haben wir uns im Doppeldecker eine Hop-On, Hop-Off Busfahrt durch Miami Beach und Miami inklusive den Stadtteilen Coconut Grove und Little Havana gegönnt. Mit $ 39.- p.P. für ein 24-Std. Ticket ist das kein günstiges Vergnügen, aber man erfährt durch den anwesenden Guide allerlei Wissenswertes und kann sich einen groben Überblick über das weitläufige Stadtgebiet verschaffen. Tipp: wer sicher ist, dass er die Tour machen möchte, kann bereits im Vorfeld z.B. übers Internet Tickets buchen. Oft gibt es Ermäßigungen oder Specials.
Am Abend des zweiten Tages erwartete uns ein besonderes Highlight.
Wir hatten von Deutschland aus Karten für das Basketballspiel Miami Heat vs. Philadelphia 76ers gebucht (E-Tickets). Obwohl ich gerade noch aus dem Turnunterricht weiß, dass der Ball beim Laufen nicht festgehalten werden darf, zog mich das NBA-Spiel sofort in den Bann… Die Atmosphäre, die Leute, das Spiel – einfach cool „and real American“!
Tag 3.
Outlet Shopping in der Sawgrass Mills Mall. Mein Frauenherz schlug schon am Tag vorher höher. Die Vorfreude war groß, am Ende des Tages aber hing der Haussegen schief. Ich habe in den gefühlten 1‘000 Stores überhaupt nichts gefunden… Wer die Wahl hat, hat die Qual, typisch Frau eben
In anderen Outlets bin ich dann zum Glück doch fündig geworden und es lässt sich resumieren: wer auf Klamotten oder Schuhe der Marken Hilfiger, Guess, Gap, Converse, Levis, etc. steht, wird die Outlets lieben.
Tag 4.
Abholung des Mietwagens (vorab in Deutschland gebucht – mit allen Versicherungen und deutlich günstiger als bei einer Anmietung vor Ort) und Abfahrt durch die Everglades in Richtung Lake Okeechobee. Hatten wir anfangs noch die Hoffnung, abseits des Massentourismus ein paar schöne Fleckchen zu finden, wurden wir auf dieser Strecke schnell eines Besseren belehrt. Der See ist wohl ausgesprochen beliebt bei Anglern, hat aber ansonsten nicht allzu viele Highlights zu bieten. Wir haben uns dann entschlossen weiter Richtung Naples zu fahren und wurden dort mit einem fantastischen Sonnenuntergang und einer wirklich hübschen Stadt belohnt. Sollte ich im Lotto gewinnen, würde ich mir hier einen Altersruhesitz zulegen – der Jackpot müsste dann allerdings schon im zweistelligen Millionenbereich liegen
Ab hier hatten wir auch kein Zimmer mehr vorab gebucht und haben uns jeweils auf gut Glück ein Hotel gesucht. Auch rund um Ostern war das kein Problem. In Naples haben wir für $ 159,- ein schönes Zimmer direkt am Hafen gefunden. Zeitgleich mit uns checkte ein Amerikaner ein, der für das gleiche Zimmer gerade mal $ 99,- bezahlt hat und uns auch verraten hat, wie das geht:
Amerikaner stehen auf Coupons! Überall auf Raststätten, oft auch einfach an Straßenkreuzungen stehen Kästen mit Couponheftchen. Anfangs noch belächelt, haben wir schnell rausgefunden, dass man damit wirklich sparen und teilweise echte Schnäppchen machen kann. Hotelzimmer sind oft um ein vielfaches günstiger, aber auch Rabatte auf Ausflugstouren und Shopping kann man sichern. Unbedingt mitnehmen und in den Heftchen schmökern! Ich bin nach 11 Tagen ein echtes Coupon-Groupie geworden









