zurück

Goa – Partyparadies im Stil der Hippies

KuesteNoch heute spürt man auf Goa den Charme der vergangenen Hippiezeit. Schon in den 1960er- und 1970er-Jahren machten die Blumenkinder Goa zum Partyparadies Indiens. Ruhe und Erholung versprechen traumhafte Strände wie der Calangute Beach im Norden von Panjim. Der 7 km lange weiße Sandstrand bietet neben gemütlichen Hotels auch landestypische Restaurants. Dort werden traditionelle Gerichte wie „Tandoori Chicken“, ein im Lehmofen zubereitetes mariniertes Hähnchen, angeboten. Exotische Strandbars säumen die Promenade und laden allabendlich zu einer  bunten Goa-Party ein.

 

Die alte Hauptstadt Velha Goa zieren imposante Kirchenbauten wie die 1619 erbaute Sé-Kathedrale. Sie ist das wichtigste Gotteshaus auf Goa und vor allem wegen ihres vergoldeten Schnitzaltars ein Highlight unter den Sehenswürdigkeiten. Der siebenstöckige Lampenturm des Shri-Mangesh-Tempels auf Goa ist ein wichtiges Zeugnis hinduistischer Tempelbaukunst. Reiche Verzierungen schmücken die Fassade des Turms am Eingangstor des Gebäudes. Während der Monsunzeit sind die Dudhsagar Falls ein beeindruckender Anblick. Etwa 100 km östlich der Küste von Goa donnern die schäumenden Wassermassen in die Tiefe. Der Artenreichtum der indischen Tier- und Pflanzenwelt zeigt sich im Bhagwan Mahawir Wildlife Sanctuary auf Goa. Mehr als 200 verschiedene Vogelarten, darunter der exotische Doppelhornvogel oder der Eisvogel, sind im dichten Regenwald des Reservats heimisch.

Unterwegs auf Goa

Öffentliche Verkehrsmittel sind auf Goa, der Partymetropole Indiens zahlreich vorhanden. Schwarze Motorradtaxis mit gelbem Schutzblech, die sogenannten „Pilots“ schlängeln sich durch die Straßen von Goa. Außerdem verkehren weiße Maruti-Sammeltaxis zwischen den Ortschaften. Wer Goa allein erkunden möchte, kann sich ein Motorrad, Moped oder Fahrrad mieten. Allerdings herrschen auf den Straßen von Goa oft abenteuerliche Bedingungen. Meist fehlt die Straßenbeleuchtung und Schlaglöcher sind an der Tagesordnung. Bequemer reist man mit den Fernbussen. Diese verbinden Panaji, Mapusa und Margao mit weiter entfernten Orten. In Vasco da Gama im Norden von Goa gibt es auch einen internationalen Flughafen.

Essen & Trinken auf Goa

AussichtAuf Goa wird natürlich indisch gekocht, allerdings mit portugiesischem Einfluss, daher finden sich häufig Zutaten wie Knoblauch, Curry und Tamarinde in den Gerichten der Insel. Sehr beliebt sind auch Produkte aus Kokos. Fischgerichte werden meist auf dem Grill zubereitet und mit Kokosmilch serviert. Außerdem kommen frische Hummer, Krabben oder Muscheln auf den Tisch. Ein Highlight der Küche auf Goa ist „Pork vindaloo“, ein Curry mit Schweinefleisch. Indische Getränke, wie den berühmten Masala Chai, einen Tee mit Milch, sollte man unbedingt probieren. Zum Dessert lässt man sich den Milchreispudding Khir oder indische Eiscreme, die sogenannte Kulfi Falooda, schmecken. Wer abends auf Goa Party macht, kommt an Arrak, einer Art Reisbranntwein, nicht vorbei.

Sehenswürdigkeiten

Velha Goa (Alt-Goa)

Bereits im 16. und 17.Jh machten die Portugiesen Velha Goa zu einer aufstrebenden Stadt, die heute jährlich tausende Touristen mit ihren imposanten Kirchenbauten begeistert. Die 1619 erbaute Sé-Kathedrale ist das wichtigste Gotteshaus auf Goa und vor allem wegen des vergoldeten, prachtvollen Schnitzaltars einen Besuch wert. Besonders beliebt bei einheimischen Pilgern und Touristen ist auch die Basilika von Bom Jesus. Das Innere des Gotteshauses beherbergt die sterblichen Überreste des heiligen Franz Xaver in einem wertvollen Grabmal. Der Heilige gilt als Schutzpatron von Goa. Lediglich ein einzelner Turm ist vom Augustinerkloster auf dem Monte Santo erhalten geblieben. In früheren Zeiten galt der „heilige Berg“ als bedeutendes geistliches Zentrum in Indien. Das ehemals wichtigste Nonnenkloster des portugiesischen Kolonialreiches befand sich nebenan im heutigen Stift der heiligen Monika. Die Ruine der Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz steht noch am Rande einer Klippe hinter den Türmen des Stifts.

Calangute Beach auf Goa – Party im Zeichen der Hippies

PartyIn den 1960er-Jahren noch den Hippies vorbehalten, ist der 7 km lange Calangute Beach heute ein Paradies für Pauschalreisende und Last-Minute-Urlauber in Indien. Nördlich von Panjim gelegen bietet der Sandstrand zahlreiche Hotels aller Preiskategorien mit durchweg guter Ausstattung. Traditionelle Restaurants verströmen den Geruch von frisch gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, vermischt mit dem für Indien so typischen Curry. Noch heute kann man auf Goa das ein oder andere Relikt aus der Partyzeit der Hippies in den vielen kleinen Läden finden. Auch Souvenirs oder Kleidung werden dort angeboten. Lokale Veranstalter und Hotels setzen bei der Freizeitgestaltung der Gäste auf verschiedene Wassersportarten oder Yogakurse am Strand. Wer auf Goa Party machen möchte, der geht am besten in eine der zahlreichen Strandbars. Tagsüber wissen vor allem Familien, die Vorzüge des flach abfallenden Sandstrandes zu schätzen.

Schäumende Wassermassen – die Dudhsagar Falls auf Goa

Einen unvergesslichen Anblick liefern die Dudhsagar Falls etwa 100 km östlich der Küste von Goa. Den Namen, der wörtlich übersetzt „Milchwasserfall“ bedeutet, haben die zweithöchsten Fälle in ganz Indien von den schäumenden weißen Wassermassen, die sich über 300 m in die Tiefe stürzen. Besonders atemberaubend ist dieser Anblick während der Monsunzeit, wenn das Wasser wie eine dichte Wand donnernd nach unten braust. Last-Minute-Urlauber sollten darauf achten, rechtzeitig eine organisierte Jeep-Tour zu buchen, da die Wasserfälle nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen sind. Den besten Blick auf die Dudhsagar Falls haben Urlauber, die mit dem Zug von Mumbai nach Goa unterwegs sind.
Touristen, die Indien in der Trockenzeit bereisen, können sich an den Wasserfällen eine kleine Erfrischung gönnen. Dann entstehen nämlich kristallklare Pools rund um die Fälle, die zum spontanen Baden einladen. Wer ein Abenteuer erleben will, kann auch durch schwieriges Gelände bergauf klettern und die Wasserfälle von oben bestaunen.

Der legendäre Shri-Mangesh-Tempel in Indien

TempelEine bewegte Geschichte hat der prachtvolle Shri Mangesh-Tempel auf Goa hinter sich. Von den Portugiesen mit dem Beginn der Inquisition 1567 zerstört, wurde das hinduistische Gotteshaus 150 Jahre später wieder aufgebaut. Vom ursprünglichen Standort, der Stadt Salcete an der Südküste, hat man den Shri Mangesh nach Priol im Bezirk Ponda verlegt. Dorthin wurden viele Kunstschätze aus dem Mangesh-Tempel geschmuggelt, um sie vor den Portugiesen zu verstecken. Vom Innenhof des Tempels aus bietet sich ein herrlicher Blick auf das in Weiß und Ocker gehaltene Tempelgebäude. Der imposante siebenstöckige Lampenturm am Eingangstor ist typisch für goanische Tempel und begeistert Besucher durch seine schönen Verzierungen. Neben dem Tempelgebäude sind auch Räume für Hochzeiten und Pilger zu bestaunen. Laut einer uralten Legende soll auch die Göttin Parvati im Shri Mangesh-Tempel auf Goa ihren Gatten Shiva gerufen haben, damit dieser sie vor einem Tiger rettet. Die dreitägige Party Shri Mangesha Zatra lockt im Februar stets viele Gäste nach Goa.

Das Bhagwan Mahawir Wildlife Sanctuary auf Goa

Die unglaubliche Schönheit und den Artenreichtum der Tierwelt in Indien erlebt man im Bhagwan Mahawir Wildlife Sanctuary, dem größten Schutzgebiet von Goa. Das 240 km² große Areal liegt an der östlichen Grenze Goas, nahe der Stadt Mollem. Unzählige Tierarten begegnen Besuchern im Mollem National Park. Der dichte Regenwald beheimatet sowohl Gaur, als auch Panther und Stachelschweine. Gelegentlich zeigt sich auch der ein oder andere Tiger. Wer einen Ausflug in den Park plant, sollte sich keinesfalls vor Schlangen fürchten, denn der Mollem National Park ist vor allem für seinen Reichtum an Schlangenarten berühmt, darunter auch die hochgiftigen Königskobras. Ungefährlich sind hingegen die über 200 unterschiedlichen Vogelarten, für die der Regenwald einen perfekten Lebensraum darstellt. So trifft man hier auf Exoten wie Eisvögel, Doppelhornvögel und Drongos. Beobachten kann man die Tiere von einem Aussichtspunkt am Devil’s Canyon. Außerdem finden Jeeptouren durch das Schutzgebiet auf Goa statt.

Artikel aus der Rubrik: Indien, Reiseziele
zu den Themen: , , , , ,
zurück

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>