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Ecuador – reich an Attraktionen

ReptilDas kleine Land Ecuador ist reich an Attraktionen: Im Zentrum erhebt sich die karge, vulkanische Bergwelt der Anden, im Amazonasbecken erstreckt sich der feucht-tropische Dschungel, lange Sandstrände säumen den Westen und vor der Küste lockt eine einzigartige Tierwelt auf die Galápagos-Inseln.
Mit Höhen von fast 6300 m und mehr als 30, zum Teil noch aktiven Vulkanen bietet sich das Hochland Ecuadors für Trekkingtouren an. In den Anden trifft man aber auch auf malerische Kraterlagunen, koloniale Altstädte und indigene Märkte wie in Otavalo, auf denen regionale Lebensmittel, Schmuck und Kunsthandwerk angeboten werden.

Unbedingt besuchen sollte man die Hauptstadt Quito mit ihrer herrlichen Altstadt voll kolonialer Architektur. Ein Highlight ist das Kloster San Francisco mit seinem monumentalen, im Barockstil gehaltenen Altar. Seit 1978 gehört Quitos Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Entlang der berühmten Straße Panamericana gelangt man zu weiteren sehenswerten Orten wie Tulcan, Chota und Cuenca. Baños mit seinen heißen Quellen ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Dschungel, durch den man bei gutem Wetter z.B. mit dem Kajak fahren kann. Auch Raftingtouren sind sehr beliebt.
Knapp 1000 km muss man in Richtung Westen fliegen, um in den Genuss des Naturparadieses der Galápagos-Inseln zu kommen. Hier tummeln sich Echsen, Pinguine, Seelöwen und Riesenschildkröten sowie Touristen in meist friedlicher Koexistenz.

Ecuador – Wetter & Reisezeit

Durch die Nähe zum Äquator herrscht in Ecuador  warmes, tropisches Klima. Die extremen Höhenunterschiede in der Andenregion sorgen dort für starke Temperaturschwankungen während des Tages. Nach einem kühlen Morgen kann in Ecuador das Wetter bis zum Mittag in heiß und sonnig umschlagen.
Das Wetter in den Küstengebieten von Ecuador zeichnet sich durch Temperaturen von 27 bis 30 °C aus. Nachts kühlt es auf etwa 20 °C ab. Von Juni bis November ist der Niederschlag am geringsten. Zum Baden eignen sich die Monate von Dezember bis Mai. Die Galapagos-Inseln bereist man am besten zwischen Januar und April. Die Wassertemperatur zu dieser Zeit liegt bei durchschnittlich 23 °C. Außerdem ist das Wetter tagsüber warm und sonnig.

Reisen in Ecuador

SeehundDas wichtigste Fortbewegungsmittel in Ecuador ist der Bus. Fast alle Städte besitzen einen zentralen Bahnhof, an dem die entsprechenden Linien halten. Busfahren ist in Ecuador sehr günstig, dafür hat man wenig Komfort und zum Teil schlechte Straßenverhältnisse zu erwarten.
Bequemer und schneller reist man per Flugzeug. Zwischen Guayaquil und Quito verkehren täglich mehrere Maschinen. Alle Flüge innerhalb des Festlandes dauern weniger als eine Stunde. Den Amazonas kann man in motorisierten Kanus befahren. Das Gepäck wird unter Palmblättern an Bord der Kanus verstaut. Zu den Galapagos-Inseln verkehren auch größere Passagierschiffe. Schneller und üblicher ist allerdings die Anreise mit dem Flugzeug.

Sehenswürdigkeiten

Quito – die Hauptstadt von Ecuador

Das kulturelle Herz von Ecuador schlägt in der Hauptstadt Quito im Norden des Landes. Die Altstadt ist geprägt von zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Museen und Plätzen. Quito liegt 2800 m über dem Meeresspiegel und hält daher den Rekord als höchstgelegene Hauptstadt der Welt. 1978 wurde Quito als erste Stadt in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen.
Auf einem Hügel über den Dächern der Stadt thront die Statue der Jungfrau von Quito. Treppen führen im Inneren der 45 m hohen Aluminiumfigur hinauf. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Imposant wirkt die weiße Fassade des Präsidentenpalastes an der Westseite der Plaza de la Independencia. Die Kathedrale von Quito erhebt sich am südlichen Ende der Plaza.
Das Nationaltheater Teatro Sucre ist das größte Theater in Ecuador. Die bedeutendsten Tanz-, Ballett- und Opernaufführungen des Landes finden hier statt. Die Plaza del Teatro vor dem Nationaltheater wird bei schönem Wetter als Freiluftbühne genutzt.

Cotopaxi Nationalpark in Ecuador

BergeEtwa 50 km südlich der Hauptstadt Quito liegt der Cotopaxi Nationalpark. Er befindet sich am Fuße des gleichnamige Vulkans und bietet auf über 30.000 ha atemberaubende Naturschönheit. Die unterschiedlichen Vegetationszonen reichen von den schneebedeckten Gipfeln der Vulkane bis hin zu den feuchten Bergwäldern rund um die Laguna de Limpio Pungo. Etwa 200 verschiedene Pflanzenarten wachsen auf dem Gebiet des Nationalparks in Ecuador. Bei gutem Wetter hat man vom Gipfel des Vulkanberges einen herrlichen Ausblick über den Park. Der Cotopaxi ist ein Paradies für Vogelliebhaber. Faszinierende Tiere wie Ruderenten mit blauen Schnäbeln, Kolibris oder Andenmöwen sind hier zuhause. Besucher können bei Mountainbike-, Wander- oder Reitausflügen durch den Nationalpark auch Lamas, Beutelmäuse, Wölfe oder Pumas beobachten. Die beste Zeit für eine Reise in den Cotopaxi ist von Dezember bis April. Wenn in Ecuador das Wetter mitspielt, kann man sogar auf dem Gebiet des Nationalparks campen.

Galapagos Inseln – Gigantischer Artenreichtum in Ecuador

SchildkröteDie Galapagos-Inseln liegen etwa 1000 km vor dem Festland von Ecuador und zeichnen sich durch eine unglaubliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten aus. In der Charles-Darwin-Forschungsstation auf der Insel Santa Cruz kann man die Aufzucht von Riesenschildkröten beobachten. In den Buchten rund um die Insel findet man auch Haie, Silberreiher und Pelikane. Berühmt sind die Galapagos-Inseln für die zahlreichen Vogelarten, die hier leben. Darunter seltene Exemplare wie der flügellose Kormoran oder die karibischen Flamingos.
Auf Isabela, der größten der Galapagos-Inseln in Ecuador, stehen fünf aktive Vulkane. Einen Blick ins Innere der Krater kann man während einer geführten Tour werfen. Der Basaltkrater des Sierra Negra hat gewaltige Ausmaße von bis zu 10 m. An der Küste ist es möglich, mit Galapagos-Pinguinen und Seelöwen zu schwimmen. Die Bahia Elisabeth ist wegen ihrer herrlichen Unterwasserwelt beliebt. Das beste Wetter zum Schnorcheln und Tauchen vor den Galapagos-Inseln herrscht von Dezember bis Mai.

Intiñan  Museum – Ecuador im Zeichen der Ureinwohner

Ändert sich die Fließrichtung des Wassers, wenn man auf unterschiedlichen Seiten der Äquatorlinie steht? Kann man dort ein rohes Ei auf einem Nagel balancieren? Diese und ähnliche faszinierende Experimente können sie im Intiñan Museum in Ecuador erleben. Im Jahre 1960 gründete der Journalist und Professor Humberto Vera das von außen recht unscheinbare Museum mitten im Lulumbamba-Tal. Indigenos, die Ureinwohner von Ecuador, bringen den Besuchern seither ihre Kultur und Identität näher. In Hütten in typischer Architektur der Andenregion werden die Lebensgewohnheiten der Ureinwohner vorgestellt. Werkzeuge zum Jagen und Fischen, sowie Pflanzen, denen Heilkräfte zugeschrieben werden, sind dort ausgestellt. Besonders interessant sind die Tänze und musikalischen Kostproben der Folkloreaufführungen. Ein echtes Highlight ist der Totem-Wald, der rund um das Museum angelegt wurde. Mit den verzierten Skulpturen huldigen die Indigenos aus Ecuador ihrem göttlichen Beschützer, der Sonne.

Otavalo – farbenfrohe Marktstadt in Ecuador

Das geschäftige Treiben von Ecuador erlebt man am besten in der Stadt Otavalo im Süden des Landes. Auf dem traditionellen Markt tummeln sich Händler und Touristen zwischen den schier endlosen Reihen von Ständen. Neben traditionellen Produkten wie Ponchos oder Schmuck werden auch regionale Früchte und Souvenirs angeboten. Auf dem Tiermarkt kann man Hühner und Schweine kaufen. Sehenswert sind auch die Händler selbst in ihren Indiotrachten mit Poncho und Filzhut. Ein Besuch in den nahe gelegenen Dörfern lohnt sich, um einen Einblick in die landestypische Handwerkstradition zu erhalten. Gewebte Produkte sowie Waren aus Leder oder Musikinstrumente werden in der Region hergestellt.
Das frühlingshafte Wetter in Otavalo macht die Stadt ganzjährig zu einem beliebten Ziel für Ausflüge. Am wärmsten ist es allerdings von Juli bis September, daher ist der Markt während dieser Zeit häufig überfüllt. Die herrlichen Bergseen rund um Otavalo  wie der Lago San Pablo sind eine gute Alternative.

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