Saftige grüne Wiesen, dunkle Wälder und luftige Bergeshöhen, dazwischen Burgruinen und Schlösser, Flüsse und Seen – das ist der Bayerische Wald, Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes in Mitteleuropa. Naturliebhaber werden in der weitläufigen Landschaft, von Einheimischen auch einfach der „Woid“ genannt, voll und ganz auf ihre Kosten kommen: Die frische Luft und die auch im Sommer recht angenehmen Temperaturen locken Wanderer und Radfahrer in die Region. In der kalten Jahreszeit bieten sich wunderbare Wintersportmöglichkeiten. Der Bayerische Wald ist Rückzugsort bedrohter Tierarten und Heimat seltener Pflanzen.
In jedem Fall lohnt sich ein Besuch der Städte Passau und Regensburg am Rande des Bayerischen Waldes. Zurückversetzt in längst vergangene Zeiten fühlt man sich auf Burg Falkenstein, für wahrhaft einmalige Ausblicke sollte man es nicht verpassen, auf Bayerischer Wald Reisen den Großen Arber (1456 m) oder den Großen Rachel (1453 m) zu besteigen; die Ufer des Großen oder Kleinen Arbersees sind wie geschaffen für ein gemütliches Picknick mit der Familie. Auch Kulturinteressierte wissen den Bayerischen Wald zu schätzen: Museen, Burgen und Schlösser laden zu einer Reise in die Geschichte der ursprünglichen Landschaft ein. Bayerischer Wald Reisen sind immer ein Erlebnis.
Das Klima auf Bayerischer Wald Reisen
Schenkt man dem Volksmund Glauben, ist es im Bayerischen Wald ein „Dreiviertel Jahr Winter und ein Viertel Jahr kalt“. Tatsächlich ist das Klima im Bayerischen Wald im Durchschnitt kühler als in den meisten anderen Regionen Deutschlands. Das Gebiet liegt im Übergangsbereich zwischen kontinentalem und mitteleuropäischem Klima. Der Winter gilt als relativ schneesicher; Schneehöhen von mehr als 2 m sind nicht selten und in den Höhenlagen hält sich die weiße Pracht durchaus 5 bis 6 Monate. Für Wintersportler liegt die beste Zeit für Bayerischer Wald Reisen zwischen November und April. Im Sommer ist es meist mäßig warm, allerdings kann das Quecksilber bisweilen auch auf über 25 °C steigen. Die beste Zeit für Aktivurlaub (Wandern, Radfahren etc.) ist der relativ kurze Frühling oder der goldene Herbst.
Essen und Trinken auf Bayerischer Wald Reisen
Wie man es von anderen Teilen Bayerns kennt, setzt auch der Bayerische Wald auf gemütliche und bodenständige Wirtshaustradition. Die Zutaten vieler Gerichte, die in den lokalen Gasthäusern serviert werden, stammen aus der Region. Berühmt ist beispielsweise der Pichelsteiner Eintopf, eine Spezialität aus Fleisch, Kartoffeln und Kohl; Schweinebraten und Semmelknödel, Wild und Fisch dürfen ebenfalls auf keiner Speisekarte fehlen. Über die Grenzen des Bayerischen Waldes hinaus bekannt ist auch der Spargel aus Abensberg oder Straubing. Getrunken wird dazu natürlich bayerisches Bier, am besten aus einer der kleinen Hausbrauereien. Eine hochprozentige Spezialität der Region ist der Bärwurz, ein aus der Bärwurzpflanze destillierter Kräuterschnaps mit mindestens 40 vol.%.
Sehenswürdigkeiten
Domstadt Regensburg
Auf Bayerischer Wald Reisen sollte man einen Ausflug nach Regensburg nicht versäumen. Als eine der ältesten Städte Deutschlands blickt die Domstadt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Von den Römern am nördlichsten Punkt der Donau an den nordwestlichen Ausläufern des Bayerischen Waldes gegründet, war Regensburg im Mittelalter ein bedeutendes politisches, wirtschaftliches und religiöses Zentrum. Von 1663 bis 1806 tagte hier im heutigen Alten Rathaus der Immerwährende Reichstag. Von Regensburgs Funktion als Dreh- und Angelpunkt des Heiligen Römischen Reiches zeugen noch heute zahlreiche Bauten.
Die Altstadt, die 2006 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde, ist berühmt für ihr mittelalterliches Erscheinungsbild. Im Zentrum erhebt sich der mächtige Dom St. Peter, der 1260-1520 nach dem Vorbild französischer gotischer Kathedralen entstand. Unbedingt anschauen sollte man sich die farbig gestalteten Glasfenster (13./14. Jh.) der dreischiffigen Pfeilerbasilika. Auch ein Besuch des Domschatzmuseums lohnt sich. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die 330 m lange Steinerne Brücke über der Donau, ein Meisterwerk der mittelalterlichen Baukunst. Ihr zu Füßen kann man sich in der Historischen Wurstkuchl mit köstlichen Würsten vor oder nach einem Spaziergang durch die schmalen, malerischen Gassen stärken. Das Stadtbild prägen vor allem die zahlreichen Kirchen – viele davon stammen aus dem 11. bis 13. Jh. – sowie ehemalige Klöster und Patrizierbauten. Beliebt ist eine Schiffstour auf der Donau. Der Klassiker ist eine Rundfahrt zur 10 km nördlich gelegenen Walhalla, dem Ruhmestempel für verdiente Deutsche, den König Ludwig I. von Leo von Klenze auf einem Hügel erbauen ließ.
Burg Falkenstein
Über dem Luftkurortes Markt Falkenstein im Landkreis Cham thront eine Burg, die als Wahrzeichen des Vorderen Bayerischen Waldes gilt und auf Bayerischer Wald Reisen unbedingt besichtigt werden sollte: Burg Falkenstein. Sie ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen der Region, die im Auftrag der Regensburger Bischöfe errichtet wurde und im Jahr 1047 erstmals Erwähnung fand. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Festung von verschiedenen Burgherren immer weiter verändert und erhielt durch Umbauten im Stil der Renaissance letztlich ihr heutiges Aussehen. Erbprinz Johannes von Thurn und Taxis schenkte die Anlage 1967 der Marktgemeinde Falkenstein, welche sie zum „Haus des Gastes“ ausbaute. Heute befindet sich neben einer Gaststätte, die gerne auch für Familienfeiern genutzt wird, ein Jagdmuseum. Vom weithin sichtbaren Burgturm bietet sich eine herrliche Aussicht auf die umliegende Landschaft; eine Wanderung durch den Felsenpark ist ein besonderes Naturerlebnis. Jedes Jahr im Sommer locken die Burgfestspiele unzählige Besucher in die Region.
Der Große Arber
Mit seinen 1456 m überragt der Große Arber alle Berge im Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirge und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Bayerischer Wald Reisen. Der Berg ist durchzogen von kilometerlangen, gut markierten Wanderwegen, die von einem Aussichtspunkt zum nächsten führen und wunderschöne Ausblicke in alle Himmelsrichtungen bieten; vom Gipfelriegel aus lässt sich der gesamte Bayerische Wald überblicken. Besondere Attraktionen sind die 200 m hohen Rißloch-Wasserfälle, die eiszeitlichen Seen, z.B. der Kleine Arbersee, der als einer der schönsten Bergseen im Bayerischen Wald gilt, und der waldfreie Gipfel mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Teile des Gebietes stehen schon seit 1939 unter Naturschutz. Seilbahnen und Busse befördern täglich zahlreiche Besucher auf den Großen Arber; im Winter ist der Berg ein Paradies für Skifahrer.
Charmante Dreiflüssestadt Passau
An der deutsch-österreichischen Grenze, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, liegt eine der schönsten Städte der Region, deren malerische Altstadt mit ihren verwinkelten Straßen und Promenaden sich wie eine Insel zwischen den Flüssen erhebt. Die einstige keltische Siedlung namens Boiodurum war vier Jahrhunderte lang Teil des römischen Reiches; 739 n. Chr. wurde die Stadt Bischofsitz und war bis zu ihrer Eingliederung in Bayern ein eigenständiges bischöfliches Fürstentum. Das Stadtbild ist geprägt von barocker Architektur, die im 17. Jh. größtenteils von italienischen Meistern geschaffen wurde. Schon von Weitem erblickt man den Dom St. Stephan, das Wahrzeichen der Stadt, welches auf dem höchsten Punkt der Altstadt zwischen Donau und Inn erbaut wurde und dem Dom in Wien als Vorbild diente. Berühmt ist der Stephansdom nicht zuletzt wegen der weltgrößten Domorgel mit ihren 17974 Pfeifen. Auch einen Besuch der Wallfahrtskirche Maria Hilf und der Festung Veste Oberhaus, die hoch über der Stadt auf dem St. Georgsberg steht, sollte man auf Bayerischer Wald Reisen nicht verpassen.
Walhalla – ein Stück Griechenland auf Bayerischer Wald Reisen
Die im dorischen Stil errichtete Ruhmes- und Ehrenhalle (1830-42) bei Donaustauf gilt als Hauptwerk des bayerischen Königs Ludwig I. Der Sitz germanischer Götter, dessen Name übersetzt „Totenhalle“ bedeutet, ist heute ein Denkmal berühmter Persönlichkeiten aus der „germanisch-deutschen“ Sprachfamilie. Verantwortlich für die architektonische Ausgestaltung des Bauwerks, welches stark an das Parthenon auf der Akropolis in Athen erinnert, ist Leo von Klenze. Im Inneren der Halle befinden sich zahlreiche Namenstafeln und mehr als 120 Büsten deutscher Könige, Wissenschaftler, Künstler und Philosophen, darunter eine Skulptur Ludwigs I. Eine Aufnahme in die Ruhmeshalle kann frühestens 20 Jahre nach dem Tod der jeweiligen Person beantragt werden; dabei sah Ludwig I. es vor, dass Menschen unterschiedlicher Stände und beider Geschlechter in der Walhalla geehrt werden können; dennoch wurden bisher nur wenige Frauen hier verewigt, unter ihnen Sophie Scholl und Edith Stein.






