Nach dieser tollen Tour haben wir uns in einem der vielen, sehr guten Restaurants am Spreeufer gestärkt, bevor wir zur letzten Etappe des Tages aufgebrochen sind.
Auf dem Programm stand der trendige und quirlige Stadtbezirk Kreuzberg. Überregional bekannt wurde Kreuzberg in den 1970er und 1980er Jahren als Zentrum der Alternativbewegung und der Hausbesetzerszene. Heute leben rund 160.000 Menschen in Kreuzberg, viele von Ihnen mit Migrationshintergrund. Bunte Cafés, Restaurants und kleine Läden säumen die Straßen rund um den Oranienplatz – hier sollte man unbedingt anhalten und das bunte Treiben von einem der vielen Straßencafés aus genießen.
Von Kreuzberg aus ging es zum letzten, für mich emotionalsten Stopp auf diesem großartigen Tagestrip, zur Bernauer Straße an die Gedenkstätte Berliner Mauer. An diesem historischen Ort befinden sich das letzte Stück der Berliner Mauer und ein ca. 60 Meter langes Stück der Grenzanlage im letzten Ausbauzustand, wie sie beim Mauerfall vorhanden war. Nirgendwo vorher war Geschichte für mich so lebendig und doch ohnmächtig wie an diesem Ort.
Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde die Bernauer Straße zu einem Symbol der Teilung Berlins. Die Folgen des Mauerbaus wurden hier besonders dramatisch sichtbar. Die Häuser auf der Ostberliner Straßenseite bildeten die Grenzlinie, der davor liegende Gehweg gehörte bereits zu Westberlin. Unvergessen bleiben Bilder spektakulärer Fluchten, bei der ganze Familien den Sprung aus den Häusern in die Freiheit wagten, bis die Fenster der gesamten Straßenseite zugemauert wurden.
In der Außenausstellung der Gedenkstätte befindet sich das Mahnmal „Fenster des Gedenkens“, bei dem es sich um eine 12 Meter lange Wand aus rostendem Stahl handelt, in der sich Fenster mit Porträts der 136 Menschen befindet, die an der Berliner Mauer den Tod fanden.
Ergriffen von einem Ort, an dem Geschichte so präsent ist wie sonst kaum irgendwo, beendeten wir einen großartigen Tag mit einem großartigen Reiseführer.
Mein Fazit: Berlin ist zu jeder Jahreszeit, bei gutem wie schlechtem Wetter, einfach IMMER eine Reise wert. Man kann an allen Ecken und Enden spüren, wie Geschichte in dieser Stadt lebt. In Kombination mit der pulsierenden Moderne bildet die Stadt einen unwiderstehlichen Mix, der sie für mich zu einer der interessantesten und charmantesten Städte überhaupt macht.
In diesem Sinne… „Ich hab noch einen Koffer in Berlin…“
http://www.youtube.com/watch?v=5k91fmvQxRw






